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Deutsch Evern-Wendisch Evern

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Lange Suche in den Archiven

Zwei Monate recherchierte Ortschronist Jürgen Stehr, dann präsentierte er dem SoVD-Ortsverband Deutsch Evern-Wendisch Evern, was er über dessen Entstehung und Geschichte herausfinden konnte. „Das war gar nicht so einfach“, so Stehr bei seinem Vortrag. „Wir wissen, dass das Ehrenmal in Deutsch Evern 1925 eingeweiht wurde, doch der damalige Reichsbund war dabei nicht vertreten.“ Auch das konkrete Gründungsdatum konnte Stehr nicht finden, er geht aber von Juni 1948 aus. Vielmehr musste er durch aufwendige Recherche in den Orts- und Zeitungsarchiven auf Begebenheiten zurückschließen.

1946 gab es ein SoVD-Bezirksbüro am Stintmarkt und 1949 verzeichnete man 29 Ortsgruppen im Landkreis Lüneburg. „Es war eine sehr politische Zeit, daher ist es nicht verwunderlich, dass der SoVD schon damals als Ausgleich Fahrten angeboten hat“, so Steht und verwies auf eine Tagesfahrt von 1942 des SoVD Barskamp nach Hamburg in den Tierpark.

Ein einziges Gründungsmitglied konnte Stehr finden: Oskar Kloss. „1951 wurde Wilhelm Fries als Vorsitzender des SoVD-Deutsch Evern wiedergewählt, er musste also schon vorher Vorsitzender gewesen sein“, berichtete Stehr weiter. Gleichzeitig sei er für 25 Jahre als Schriftführer des Kreisverbandes geehrte worden. Auch das lasse Rückschlüsse zu.

Im Jahre 1955 fand er eine Zeitungsnotiz, die vermeldete, ein Herr Buth sei Vorsitzender des Ortsverbandes geworden, gefolgt von Rudolf Neumann, der  vielen Deutsch Evernern als Maurermeister bekannt ist. „1988 feierte der SoVD Deutsch Evern-Wendisch Evern sein 40-jähriges Bestehen“, erzählte Stehr von seinen Funden. Dabei berichtete Neumann, dass es damals 16 Gründungsmitglieder gewesen seien und ein Jahr später bereits 116.

1991 folgte Max Pahlke als Vorsitzender, im Jahre 2000 Hans-Jürgen Schütz, 2008 Wolfgang Gaußmann und schließlich Wilhelm Taeger, der bis 2018 Vorsitzender blieb.

Ortschronist soll Geschichte recherchieren

Noch vor wenigen Wochen feierte die Gemeinde Deutsch Evern ihren 850. Geburtstag mit einem bunten Dorffest, bei dem sich auch der SoVD-Ortsverband vorstellte. Jetzt hat der Sozialverband selbst einen Grund zu feiern: Er besteht inzwischen seit 75 Jahren. „Ich habe versucht, mehr darüber herauszufinden“, berichtete Ortsvorsitzender Joachim Baumung bei der Feier im Gemeindezentrum. „Aber das ist nicht leicht.“ Daher habe er den Ortschronisten Jürgen Stehr gebeten, sich diesem Thema zu widmen.

Mehr als 50 Mitglieder und Freunde waren gekommen, um mit dem SVD zu feiern. Mit dabei auch Vertreter von Schützenverein, Feuerwehr, Kirche und DRK und SoVD-Kreisfrauensprecherin Brunhilde Ernst. Sie überreichte Joachim Baumung eine Urkunde und regte an, die im Schaukasten des Verbandes auszuhängen. „Ich finde es toll, wie Ihr es schafft, den Ortsverband mit Leben zu erfüllen“, sagte sie. „Denn ist ja auch nicht immer leicht gewesen.“ Sie hatte außerdem ein ganz besonderes Geschenk dabei. „Ich weiß ja, dass Ihr noch nicht soviel Werbematerial habt“, sagte sie. „Deshalb habe ich Euch heute ein brandneues Rollup mitgebracht.“ Gemeinsam mit Baumung baute die Kreisfrauensprecherin das zwei Meter große Rollup mit wenigen Griffen auf, was mit Applaus belohnt wurde.

Pastor Jan Kreuch gratulierte ebenfalls. „Was hier passiert, ist ungeheuer wichtig“, betonte er. „Wir müssen Gemeinschaft pflegen.“ Gisela Gliesche vom Schützenverein überreicht ohne viele Worte einen Umschlag und auch Ortsbrandmeister Marc Jokschus betonte die Notwendigkeit der Arbeit. „Ich hatte bislang kaum Berührung mit dem SoVD, aber ich habe mich informiert und finde, dass diese Beratung und die Betreuung immens wichtig ist.“

Viele interessante Gespräche beim Dorffest

Mit viel Musik, guter Laune und jeder Menge Spaß feierte Deutsch Evern sein Dorffest zum 875. Geburtstag. Drei Tage lang stand der Lumeray-Platz im Mittelpunkt des Ortsgeschehens. Viele Vereine und Verbände nutzten die Chance, um sich zu präsentieren. Das ließ sich auch der SoVD-Ortsverband Deutsch-Evern/Wendisch-Evern nicht nehmen. Die leuchtend roten Luftballons und Taschen des SoVD waren schon von weitem zu sehen.

Astrid Reck und Gaby Tager standen an ihrem Info-Tisch. Vor allem kleine Besucher kamen, denn beim Ringwerf-Spiel gab es lustige Preise zu gewinnen. Doch auch die Erwachsenen blieben gern stehen und unterhielten sich mit den beiden SoVD-lerinnen. „Wir haben viele interessante Gespräche geführt“, freute sich Astrid Reck. „Viele Menschen wissen immer noch nicht, dass es den SoVD hier vor Ort gibt.“ Nach den drei Tagen Dorffest hat sich das nun sicherlich geändert.  

Neujahrstreffen war ein voller Erfolg

Erfolgreich war auch das Neujahrestreffen, zu dem der Vorstand in diesem Jahr erstmalig eingeladen hatte. „Es kamen rund 30 Gäste“, so Baumung.

Gast des Nachmittages war Kreisfrauensprecherin Brunhilde Ernst, die Grüße des Kreisvorstandes überbrachte und von den geplanten Aktivitäten auf Kreisebene berichtete. Sie versprach den Kontakt zu den Ortsverbänden zu halten. „Ich bin jederzeit gern als Ansprechpartnerin für Sie da“, versicherte sie den Zuhörern.

An diesem Nachmittag wurden auch etliche Mitglieder geehrt, die dem Verband seit Langem die Treue halten: Edith Bülow ist seit 25 Jahren Mitglied im SoVD, Ilona Fiebig, Renate Elbert sind seit 20 Jahre dabei und Helga Baars, Gert Michael Frank seit 10 Jahren. Alle Jubilare bekamen eine Dankesurkunde sowie eine Anstecknadel.

Auch in der Coronazeit aktiv gebleben

Mit einem fast unveränderten Vorstand geht der SoVD Deutsch Evern-Wendisch Evern in die nächsten zwei Jahre. Während der Jahresversammlung bestätigten die Mitglieder den Vorsitzenden Joachim Baumung in seinem Amt. Schatzmeisterin bleibt Gaby Taeger. Schriftführerin Ilona Fiebig trat nicht wieder an. Ihr folgte Silke Niessen ins Amt. Für die Posten des stellvertretenden Vorsitzenden und der Frauensprecherin konnte der Vorstand jedoch erneut keine Kandidaten finden.
„2020 war ein wirklich schlimmes Jahr“, stellte Baumung in seinem Jahresbericht fest. Die Pandemie hatte auch diesem Ortsverband alle Veranstaltungen unmöglich gemacht. Erst 2021 ging es weiter. „Wir hatten ein spannendes Grillfest im Sommer, bei dem wir mit unserem Bürgermeister über aktuelle Gemeindefragen diskutiert haben“, berichtete Baumung. Sein persönlicher Höhepunkt sei ein Vortrag über den Enkeltrick gewesen, so Baumung weiter. Die lebhafte Diskussion habe er noch gut in Erinnerung.
Nachdem auch Schatzmeisterin Gaby Tager ihren Bericht abgegeben hatte und die Revisoren die moderne Buchführung per Computer ausführlich gelobt hatten, entlastete die Versammlung der Vorstand einstimmig.
Der stellvertretende Kreisvorsitzende Stephan Cardinahl dankte dem Vorstand für seine Arbeit in „dieser schwierigen Zeit“. Er berichtete, dass der Kreisverband Lüneburg-Lüchow inzwischen rund 9500 Mitglieder habe und das Team des Beratungsbüros in Lüneburg knapp drei Millionen Euro für die Mitglieder habe einklagen können.
Kreisfrauensprecherin Brunhilde Ernst war ebenfalls gekommen, um sich vorzustellen. „Ich bin inzwischen seit zwei Jahren im Amt, aber wie Sie auch habe ich bislang nicht sehr viel tun können“, erklärte sie. Allerdings gebe es eine sehr aktive Frauengruppe auf Kreisebene, die sich bereits dreimal zu einem Frauenfrühstück getroffen habe. „Wir versuchen per Mail und Videokonferenz in Verbindung zu bleiben“, sagt sie und betonte, dass diese Frauengruppe allen interessierten Frauen offenstehe. Die nächste Aktion sei für den Weltfrauentag geplant, an dem sie gemeinsam mit der Kreisvorsitzenden Elfi Rosin in der Lüneburger Innenstadt gelbe Rosen und ein Flugblatt für Frauenrechte und gegen den Krieg in der Ukraine verteile.
Am Ende der Jahresversammlung ehrte Vorsitzender Joachim Baumung noch zwei Mitglieder, die dem Verband seit 25 Jahren die Treue halten: Peter Stahlbock und Horst Warnecke hielten jeweils eine Urkunde, die Ehrennadel und einen Präsentkorb.