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Liebe Mitglieder und Freunde des SoVD,

nun sind wir schon mitten in der Omikron-Welle der Pandemie, doch wir dürfen den Mut nicht verlieren. Noch immer sind Veranstaltungen möglich und der SoVD bietet Ihnen direkt vor Ort oder per Videokonferenz und Livestream einiges an.

Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf.
Ihre Elfi Rosin (Kreisvorsitzende)

Der neue Vorsitzende ist ein alter Bekannter

Noch einmal Generationswechsel beim SoVD-Ortsverband Scharnebeck: Nachdem Thorsten Röhr das Amt des Vorsitzenden vor drei Jahren von einem Vater übernommen hatte, geht es jetzt aus Gesundheitsgründen wieder zurück an Peter Röhr. Neuer Stellvertreter ist Bernhard Puls. Schatzmeister bleibt Wilfried Jahnke und Schriftführerin Margret Röhr. Alle Ämter wurden wieder besetzt. Hier weiterlesen

Erstes Treffen seit zwei Jahren

Wie in anderen Ortsverbänden auch hat die Pandemie die Arbeit vor Ort in Artlenburg ausgebremst. "Wir konnten kaum Veranstaltungen machen", erklärte Vorsitzender Fred Siewers. Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurden Siewers und seine Mitstreiter in ihren Ämtern bestätigt. Trotzdem ist der Vorstand auf der Suche nach Unterstützern. Hier weiterlesen

Hans-Heinrich beim Graben bleibt Vorsitzender

Der  SoVD-Ortsverband Gellersen zieht eine durchaus positive Bilanz aus den vergangenen zwei Jahren. Bei der Jahresmitgliederversammlung berichtete Vorsitzender Hans-Heinrich beim Graben davon, wie der Ortsverband Kontakt zu seinen Mitgliedern gehalten und in der Öffentlichkeit viel Werbung gemacht hatte. Die Mitglieder waren zufrieden mit der Arbeit und bestätigten die Vorstandskandidaten in ihren Ämtern. Weiterlesen

Generationswechsel an der Spitze

Der neue Vorstand des SoVD-Embsen ist jünger und weiblicher geworden. Mit Vorsitzender Carmen Bendorf und ihren Stellvertreterinnen Ria Nass und Carina Karbowski teilen sich künftig drei engagierte Frauen die Arbeit der Vorsitzenden. Neue Schriftführerin ist Gudrun Kirsch und neue Schatzmeisterin Margit Phillips. Weiterlesen

SoVD unterstützt kleine Kicker

„Gebt mir ein T, gebt mir ein U, gebt mir ein S – Wer regiert hier? Der TUS Wustrow.“ Mit siegesgewissem Heulen toben die Jungs und Mädchen auseinander. Selbstbewusstsein ist kein Problem für die kleinsten Fußballer des Sportvereines. Und seit Kurzem haben sie noch einen weiteren Grund dafür: Der SoVD-Ortsverband Lüchow hat sie mit brandneuen Fußballtrikots ausgestattet. Jetzt dürfen sie nicht nur offiziell am Spielbetrieb teilnehmen, sie sehen auch schon aus wir richtige Profis. Weiterlesen

SoVD Lüchow ist gewachsen

Viele neue Mitglieder und viele treue Mitglieder hat der SoVD-Ortsverband Lüchow zu verzeichnen. Die erste Jahresmitgliederversammlung nach der Zusammenlegung mehrer Ortsverbände lief in guter Stimmung und harmonisch ab. Weil wegen er Pandemie kaum Veranstaltungen möglich waren haben die Lüchower viel gespendet, etwa an die Opfer der Flutkatastrophe und an die Tafel in Lüchow. Weiterlesen

SoVD Amelinghausen ist gut aufgestellt

Norbert Thiemann bleibt Vorsitzender des SoVD Ortsverbandes Amelinghausen. Bei der Jahresmitgliederversammlung bestätigten die Anwesenden nicht nur Thiemann sondern auch alle anderen Kandidaten einstimmig im Amt. Sowohl Thiemann als auch die Kreisvorsitzende Elfi Rosin betonten, dass der Bedarf an Unterstützung durch den SoVD in diesen Zeiten wichtiger sei als je zuvor. Weiterlesen

Bürgermeisterin lobt Arbeit des SoVD in Katemin

Bei bester Stimmung trafen sich die Mitglieder des SoVD-Katemin zu ihrer Jahresversammlung. Trotz Corona ist der Ortsverband gut durch die letzten zwei Jahre gekommen. Dafür bekam der Vorstand nicht nur ein dickes Lob von der stellvertretenden Bürgermeisterin Heiker Thies, sondern wurde auch von den Mitgliedern in seinen Ämtern bestätigt. Neu im Vorstand ist Schriftführerin Mona Ferber. Weiterlesen

Dank an den SoVD

Hohes Lob vom stellvertretenden Bürgermeister Herbert Beusch bei der Jahresmitgliederversammlung in Bleckede: Er betonte, dass der SOVD den Mitarbeitern im Rathaus sehr viel Arbeit abnehme. Bei den Vorstandswahlen gab es keine Veränderungen. Der Vorstand sucht noch Interessierte für die Mitarbeit. Hier weiterlesen

Treffen der kleinsten SoVD-Familie

Familiär ging es zu bei der Jahresmitgliederversammlung des SoVD-Ortsverbandes Barnstedt. Deutlich zu spüren war, dass alle froh waren, sich endlich wieder einmal treffen zu können. Auch Wahlen standen auf der Tagesordnung: Der gesamte Vorstand wurde einstimmig in den jeweiligen Ämtern bestätigt. Weiterlesen.

Wiedersehen beim SoVD

Zwei jahre Corona machen manche Menschen einsam. Umso mehr freuten sich die Mitglieder des SoVD-Ortsverbandes Wustrow, sich bei der Jahresmitgliederversammlung einmal wieder zu sehen und von Vorsitzender Edeltraud Stenzel und Kreisvorsitzenden Elfi Rosin Neuigkeiten über den SoVD zu erfahren. Weiterlesen

Harmonische Wiederwahl in Dannenberg

Der Vorstand des SoVD Ortsverbandes Dannenberg bleibt weiter im Amt. Bei der Jahresversammlung wählten die Mitglieder alle Kandidaten einstimmig wieder ins Amt. Vorsitzender bleibt Helmut Hennig, seine Stellvertreterin ist Angelika Schmidt, Schatzmeister Anita Thielck und Schriftführerin Margret Hennig. Hier auf dem Bild mit Regionalleiter Frank Sobottka. Weiterlesen

Treue Mitglieder trotz Corona

Bei der Jahresmitgliederversammlung in Deutsch Evern ehrte Vorsitzender Joachim Baumung Peter Stahlbock und Horst Warnecke für 25 Jahren Mitgliedschaft mit Ehrennadel, Urkund und einem Präsentkorb. Bei den Vorstandswahlen ergaben sich nur wenige Veränderungen. Neu im Vorstand ist Silke Niessen, die Ilona Fiebig als Schriftführerin ins Amt folgt. Weiterlesen

Frauentag mit besonderer Brisanz

Seit inzwischen 111 Jahren wird der Weltfrauentag begangen, um das Ungleichgewicht zwischen den Geschlechtern anzumahnen. Ein zäher Kampf, der bis heute andauert. In diesem Jahr fällt der Weltfrauentag auch noch mit einem weiteren grauenhaften Ereignis zusammen, das ebenfalls die Frauen am schlimmsten trifft: Der Krieg. Etwas, das wir in Europa längst vergessen glaubten und etwas, das ein Mann beschlossen hat. Die Menschen in der Urkaine brauchen unsere Hilfe. Sowohl von der Politik, als auch von jedem einzelnen von uns.

Doch gerade weil Politik immer wieder gegenüber den Frauen versagt, müssen wir weiter für unsere Rechte kämpfen.  Dazu gehören gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Kindererziehungsleistungen, wirkliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Anerkennung von Sorge- und Pflegeleistungen der Frauen, keine Anhebung der Minijobgrenzen (Achtung Rentenfalle), An Frauen und Kindern orientierte Gesundheitsforschung.

Auch in Bardowick verteilte Ortsvorsitzender Harald Ernst Rosen an die Damen. Auch hier erinnerte der SoVD nicht nur an die Bzahlungslücke sondern auch daran, dass der Krieg die Frauen besonders trifft.

Vorsitzender jetzt offiziell im Amt

Bei der jüngsten Jahresmitgliederversammlung in Lüneburg wurde Joachim Roemer, der zunächst vom Landesverband eingesetzt worden war, von den Mitgliedern offiziell in seinem Amt bestätigt. Hier der neue Vorstand: Marlis Krüger (v. l.), Sonja Hardt, Thomas Franke und Joachim Roemer.  Weiterlesen

Jahresempfang in Lüneburg

Beim Jahresempfang des Ortsverbandes Lüneburg im Adlerhorst in Lüneburg sicherten sich Politik und SoVD gegenseitige Zusammenarbeit bei Fragen der Sozialpolitik in der Hansestadt zu. Ortsvorsitzender Joachim Roemer bezeichnete es als große Wertschätzung", dass Mitglieder und Gäste zu dem Empfang gekommen waren. Weiterlesen

Neuer Vorstand in Hohnstorf-Hittbergen

Bei der Jahresmitgliederversammlung des Ortsverbandes Hohnstorf-Hittbergen wurde Angelika Naatz zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge von Emil Höltig an, der mit seiner Familie ins Amt Neuhaus verzogen ist. Hier weiterlesen

Kaum Änderungen im Vorstand

Bei der Jahresmitgliederversammlung in Adendorf ergaben sich bei den turnusgemäßen Wahlen kaum Änderungen in der Besetzung des Vorstandes. Vorsitzender bleibt Steven Göbel, seine Stellvertreterin Cortina Göbel. Bei der Versammlung referierte Geschäftsführerin Corina Klein über die Arbeit des Hospizes in Bardowick. Weiterlesen

Das warme Herz des Bahnhofs

Bei der Jahresmitgliederversammlung des Ortsvereines Amelinghuasen informierten Dagmar Schmeelcke (l.) und Gabriele Schlumbohm von der Bahnhofsmission Lüneburg über Ihre Arbeit und 100 Jahren Bahnhofsmission in Lüneburg. Unter den Mitglieder entspann sich eine lebhafte Diskussion, denn viele der Anwesenden hatten diese Art der Hilfe schon in Anspruch genommmen. Weiterlesen
 

Worte des Dankes

Bei der Jahresmitgliederversammlung des Ortsverbandes Gellersen dankte Vorsitzender Hans-Heinrich beim Graben seinem Vorstandsteam für die Unterstützung. Vor allem in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie sei diese wichtiger denn je gewesen, sagte er als er Hannelore Ortstein und Getraude Schiefelbein jeweils einen Blumenstrauß überreicht. Weiterlesen

In Coronazeiten ist Vorsorge noch wichtiger

Gerade in den letzten zwei Jahren haben die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht an Bedeutung gewonnen. Die Pandemie hat gezeigt, dass man schneller in eine Situation kommt, in der man sie braucht,  als man denkt. Mehr als 50 Zuhörer informierten sich bei einem Fachvortrag in Lüneburg. Ortsvorsitzender Joahcim Roemer begrüßte als Referentin Beate Lockemann, Geschäftsstellenleiterin des Kreisverbandes Lüneburg-Lüchow. Weiterlesen

SoVD-Frauen informieren sich über Ausbildungssituation

Weil immer mehr Betriebe darüber klagen, dass Lehrstellen nicht mehr besetzt werden oder Azubis ihre Ausbildung abbrechen, informierten sich die SoVD-Frauen kürzlich bei der Handwerkskammer über die aktuelle Situation. Ihre Gesprächspartnerin war Ausbildungsreferentin Hester Hansen. Hier weiterlesen.

Kreisfrauensprecherin Brunhilde Ernst ludt zum zweiten Frauenfrühstück nach DahlenburgNetzwerken heißt von einander lernen

Beim zweiten Frauenfrühstück für alle interessieten Frauen des Kreisverbandes Lüneburg-Lüchow tauschten die rund 20 Teilnehmerinnen emsig Ideen und Erfahrungen aus. Außerdem sammelten sie Vorschläge für die weitere Arbeit der Frauen, die sich künftig noch besser vernetzen wollen.

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SoVD und DRK Gellersen besichtigen Hofgemeinschaft in SammatzAlternatve Lebenskonzepte

Über inklusives Leben und Arbeiten, ökologischen Anbau und artgerechte Tierhaltung ging es unter anderem bei der Informationsfahrt des SoVD-Gellersen in Zusammenarbeit mit dem DRK Gellersen. Rund 50 Teilnehmerinnen führten Hans-Michel Ginter und Johanna Möhle über das großzügige Areal.

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Bardowicks Mitglieder wählen neuen Vorstand

Der SoVD-Ortsverband Bardowick hat gewählt: Bei der ersten Jahresmitgliederversammlung seit eineinhalb Jahren Corona-Pause wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt.
Einzig die langjährige Schatzmeisterin Antje Werner setzte sich zur Ruhe. Ihr folgt nun die 48-jährige Conny Depmer ins Amt.

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Seltene Ehrung im Ortsverband Dannenberg

Seit 50 Jahren ist Frieda Roder (97) Mitglied im Sozialverband. Zu diesem seltenen Jubiläum überraschte sie Ortsvorsitzender Helmut Hennig mit einem großen Blumenstrauß. Mehr

Neetze-Thomasburg und Barendorf-Vastorf fusionieren zu einem großen OrtsverbandStabübergabe in Neetze

Der SoVD Neetze-Thomasburg und der SoVD Barendorf-Vastorf haben sich jetzt zu einem größeren und schlagkräftigen Ortsverband zusammen geschlossen. „Unser Vorstand war schon sehr alt“, sagt die ehemalige Vorsitzende von Vastorf-Barendorf, Monika Simon. „Wir haben dann im Vorstandsteam beraten und beschlossen aufzuhören.“ Sie habe sich dann an den Kreisvorstand gewandt und dort Unterstützung zu suchen. „Es geht darum Kräfte zu bündeln und so das Angebot des SoVD aufrecht zu erhalten.“ Mehr...

Lüneburg: Neuer OrtsvorsitzenderMit Zuversicht in die Zukunft

Der Ortsverband Lüneburg hatte es im vergangenen Jahr nicht leicht: Erst fiel die 75-Jahr-Feier wegen Corona aus, dann verstarb der langjährige Vorsitzende Bruno Franz. Das verbleibende Vorstandsteam mit der stellvertretenden Vorsitzenden Marlis Krüger, Schatzmeister Günter Paul und Schriftführer Thomas Franke arbeitete weiter, doch es fehlte der Kopf des Ganzen. Jetzt geht es wieder aufwärts: Mit Joachim Roemer hat der Ortsverband einen neuen Vorsitzenden, der mit seinem Vorstandsteam bereits einiges auf die Beine gestellt hat. hier weiterlesen

Katemin:SoVD-Mitglied spendet Bank für den Friedhof

Auch in Krisenzeiten gibt es immer wieder kleine Lichtblicke. Geschichten von Menschen, die die Hoffnung nicht verlieren und Geschichten von Menschen die geben statt zu nehmen.

Auf dem Friedhof in Neu Darchau fehlte schon länger eine Bank. Doch das hat der SoVD jetzt geändert. Genauer gesagt: Ein Mitglied des SoVD Katemin, das anonym bleiben möchte. hier weiterlesen...

Edeltraud Zimmermann für 40 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnetEhrung einmal anders

Damit hatte Edeltraud Zimmermann aus Lüchow nicht gerechnet: Plötzlich standen drei Vorstandsmitglieder des SoVD-Ortsverbandes Lüchow vor ihrer Haustür.  „Was ist denn los?“ fragt sie. Schriftführerin Karin Brinkmann zückt einen Umschlag und zaubert eine Urkunde und einen Gutschein hervor. „Wir wollen Dir gratulieren“, sagt sie. Edeltraud Zimmermann ist noch immer ratlos. „Wir konnten doch letzte Jahr keine Ehrungen machen“, klärt sie Karin Brinkmann auf. „Und Du bist doch seit 40 Jahren im SoVD.“

Frauensprecherin Edeltraud Föhrigen drückt der Jubilarin eine Orchidee in die Hand und der stellvertretende Vorsitzende Reinhard Korth packt die Ehrennadel aus und steckt sie der 77-Jährigen an das Revers.“ Ach du liebe Güte“, freut sich die Jubilarin.

„Ich bin  1979 in den SoVD eingetreten“, erzählt sie, als sie schließlich ihre Worte wiederfindet. „Damals hatte ich unheimlich viel mit den Behörden zu tun, wegen Kindergeld und allem Möglichen.“ Eine Freundin hatte sie dann auf den SoVD gebracht. „Ich hatte mir gedacht, das ist doch eine gute Idee, die können mir dann später auch mit der Rente helfen.“ Dass sie dem Verband nun schon 40 Jahre die Treue hält ist für sie selbstverständlich.

Edeltraud Zimmermann ist eine von 31 Mitgliedern, die in diesem Jahr ihre Ehrung erhalten. „Wir haben noch 17, die seit zehn Jahren Mitglied sind und 13 mit 25 Jahren“, berichtet Karin Brinkmann. Im vergangenen Jahr waren die Ehrungen zunächst verschoben worden, doch in diesem Jahr lässt der Vorstand es sich nicht nehmen, jedem der zu Ehrenden die Urkunde und Nadel zukommen zu lassen. (cm)

SoVD hilft bei Impfterminen

Kirchgellersen. Meckern ist einfach, aber mit pfiffigen und konkreten Ideen für Lösungen zu sorgen, eher selten. Der SoVD-Landesverband Niedersachsen hat jetzt das Impfchaos entschärft, indem für seine Mitglieder Impftermine vereinbart. Das funktioniert auch im Landkreis Lüneburg.

„Wir haben es wirklich zu jeder Tages- und Nachtzeit versucht“, berichtete Hans Joachim Löffler aus Kirchgellersen. Gleich, nachdem er das Schreiben des Bundes bekommen hatte, dass er geimpft werden darf, hat er sich ans Telefon gesetzt. „Da ging gar nichts und manchmal kam noch nicht einmal mehr ein Freizeichen.“ Auch über das Online-Portal hat er es versucht, doch ebenfalls ohne Erfolg.

Dann kam ein Brief vom SoVD, in dem die Unterstützung für die Vergabe von Impfterminen angeboten wurde. „Wir haben gleich am Montag angerufen und die Dame dort war unheimlich freundlich“, sagt Löffler. Zunächst leitete sie ihn noch einmal über das Online-Portal, doch als das nicht funktionierte, nahm sie seine Daten auf und machte sich selbst an die Arbeit. „Nachmittags um 14 Uhr hatte ich meine Termine“, staunt Löffler noch immer. „Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.“

Hans Joachim Löffler ist nur einer von vielen SoVD-Mitgliedern, die dank des Service-Telefons jetzt endlich ihren Impftermin haben. „Uns ist es wichtig, dass wir auch in der Krise zusammenstehen und uns gegenseitig unterstützen“, sagt die SoVD-Kreisvorsitzende Lüneburg-Lüchow, Elfi Rosin. „Deshalb hat der Landesverband eigens einen Stab von jungen Leuten eingestellt, die über das Online-Portal Impftermine für unsere Mitglieder einstellen.“ Die wenigsten Menschen über 80 seien fit in Sachen Internet und nicht alle haben ein Smartphone, das nötig ist, um einen Bestätigungscode zu erhalten und einzugeben. „Das Service-Telefon ist eine super Idee und zeigt einmal mehr, dass der SoVD auch ganz konkret für seine Mitglieder da ist.“

Das Service-Telefon des SoVD ist montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0511 656107-25 erreichbar. (cm)

Drei SoVD-Mitglieder beim internationalen Tag des Ehrenamtes ausgezeichnetWährend Corona ist das Ehrenamt noch wichtiger als sonst

Jeder weiß es: Ohne Ehrenamt wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer. Die Pandemie macht es den Freiwilligen nicht leichter, ihrem Engagement nachzukommen. Doch die Menschen zeigen Erfindungsgeist, sind kreativ, helfen weiterhin. Umso wichtiger ist deshalb der Internationale Tag des Ehrenamtes, an dem Menschen für ihren Einsatz ausgezeichnet werden.

Mit dabei sind auch in diesem Jahr Vertreter des SoVD: Edith Ehlert (73) aus Amelinghausen, Stephan Cardinahl (56) aus Neu Darchau, Helga Kiehn aus Neetze, Marie-Luise Melchior-Römer (59) aus Adendorf und Gitta Lenttner (73) aus Melbeck, die wegen Corona auf die öffentliche Feierstunde verzichten mussten und Urkunde und Präsent per Post erhielten.

Edith Ehlert wurde von ihrem Ortsvorsitzenden Norbert Thiemann vorgeschlagen. „Frau Ehlert zeichnet sich durch Freundlichkeit und Empathie aus und ist immer für den Ortsverein da.“ Seit 16 Jahren engagiert sich Edith Ehlert in dem 400 Mitglieder starken Verein. „Ihre Aktivitäten im Ortsverband reichen von Krankenbesuchen, Besuchen von Alters- und Ehejubiläen oder die Begleitung von Menschen zu Behörden“, so Thiemann. Doch Edith Ehlert kümmert sich auch um gesellige Veranstaltungen wie Spielenachmittage Radtouren oder Filmabende. Bei der Aktion Helfende Hände hat sie gemeinsam mit dem Vorstand viele aufmunternde Telefonate geführt und für hilfsbedürftige Personen kleine Erledigungen und Einkäufe organisiert.

Stephan Cardinahl ist seit neun Jahre im SoVD aktiv, startete aber gleich als Vorsitzender des Ortsverbandes Katemin durch. „Ich war selbst 20 Jahre Vorsitzende und habe Stephan als Nachfolger gewinnen können“, erinnert sich die heutige Beisitzerin Edeltraud Kassebaum. Ein großer Gewinn für den Ortsverband. „Er kümmert sich um jeden, denkt an die Geburtstage, hält gerade in dieser Zeit den persönlichen Kontakt und steht mit Rat und Tat zur Seite.“

Beate Lockemann, Geschäftsstellenleiterin des Kreisverbandes Lüneburg Lüchow, die Cardinahl vorgeschlagen hatte, lobt ebenfalls die anpackende Art des 56-Jährigen. „Er ist immer da, wenn etwas getan werden muss“, so Beate Lockemann. „Er ist eine große Stütze für den SoVD.“

Helga Kiehn wurde von ihrem Ortsverband Neetze-Thomasburg vorgeschlagen. „Es ist uns ein großes Anliegen, dass Helga einmal öffentlich eine Anerkennung erhält“, sagte die stellvertretende Vorsitzende, Monika Quade. „Seit Jahrzehnten ist sie für die Gemeinde da: Ob im Spielkreis, im Gemeinderat oder im SoVD, Helga ist immer zur Stelle.“ Im Sozialverband sei sie ein engagiertes Mitglied, dass der Verband nicht missen wolle. Sie unterstütze bei den Veranstaltungen und Fahrten und ist zugleich Schriftführerin des Verbandes. „Klar, dass Helga  in der Coronazeit Masken für unglaublich viele Menschen näht“, freut sich Monika Quade. „Unser Ort wäre um einiges ärmer, wenn wir unsere Helga nicht hätten.“

Marie-Luise Melchior-Römer (59) wurde von ihren Vorsitzenden aus Adendorf vorgeschlagen. Sie ist Schriftführerin und kümmert sich gerade jetzt darum, per Mail, Post und Telefon Kontakt zu halten. „Sie leistet Großartiges in ihrer Funktion“, so Vorsitzender Steven Göbel. „Aber auch so steht sie dem Vorstand immer mit Rat und Tat zur Seite.“

Gitta Lenttner (73) ist seit 2014 im SoVD Melbeck aktiv. Ihr Vorsitzender Dieter Konrad lobt vor allem ihr Engagement für die Senioren im Verein und ihre perfekte Arbeit als Schriftführerin. (cm)

Ein kleiner Gruß zur Weihnachtszeit

Manchmal ist es einfach nur eine kleine Geste, die ein Lächeln auf die Gesichter zaubert. In Bardowick verteilte der Vorstand des Ortsverbandes gemeinsam mit den Zeitungsausträgern kleine Weihnachtsgrüße an alle Mitglieder. Ein eigens angefertigte Weihnachtskarte mit aufmunternden Wünschen und einem kleinen Beutel Süßigkeiten.

„Wir wollten ein kleines Zeichen setzen und auch sagen, dass der SoVD noch da ist“, sagte Vorsitzender Harald Ernst. Als er die Idee seinem Vorstand präsentierte, waren alle gleich begeistert. Schnell waren die Süßigkeiten gekauft. „Alle Vorstandsmitglieder haben geholfen, die kleinen Tütchen zu befüllen“, so Ernst. Natürlich unter Corona-Auflagen immer nur mit einem Vorstandsmitglied und ordentlich Abstand.

Insgesamt waren es 500 Tüte, die der Vorstand über Tage hinweg gepackt hat. Dann hat jeder einen Karton mitgenommen und verteilt. Auch die Zeitungsausträger in Bardowick haben mitgeholfen. Einen Karton brachte Harald Ernst auch zum Hospiz in Bardowick.

„Wir hatten viele Anrufen von Menschen, die sich bedankt haben und sagte, dass es einfach eine schöne Idee ist“, berichtet Ernst. (cm)

Neuer Vorstand des SoVD-Amelinghausen berät über künftige VeranstaltungenNeustart nach Corona?

Wie könnte ein Neustart nach Corona für den SoVD-Amelinghausen aussehen? Das war die Frage, mit der sich der geschäftsführende Vorstand bei seinem ersten Treffen beschäftigte. Wie bei vielen anderen Vereinen und Verbänden auch, mussten alle Aktivitäten für die aktuell 404 Mitglieder und weitere Interessierte abgesagt werden. „Dennoch haben wir versucht, trotz der Einschränkungen und der Abstandswahrung im Rahmen des Möglichen mit den Mitgliedern in Kontakt zu bleiben“, berichtete Vorsitzender Norbert Thiemann.

So ließ es sich die neue Frauensprecherin Monika Narewski in den vergangenen Wochen nicht nehmen, die Jubilare in der kontaktarmen Zeit mit vor der Haustür abgelegten Glückwunschkarten, Pralinen oder kleinen Blumensträußen zu besuchen. „Außerdem wurden von den Mitgliedern des im Februar gewählten Vorstandes viele aufmunternde Telefongespräche geführt sowie unter dem Motto „Helfende Hände“ kleine Erledigungen und Einkäufe für hilfsbedürftige Personen organisiert.

Die seit März ausgefallenen Veranstaltungen sollen laut dem Vorsitzenden im kommenden Jahr nachgeholt werden, „sobald die Möglichkeit hierzu besteht. „Das Risiko zur Durchführung von Veranstaltungen zum jetzigen Zeitpunkt ist für uns als Seniorengruppe noch zu hoch “, schätzt Norbert Thiemann die derzeitige Lage ein. „Wir alle hoffen das bald wieder bessere Zeiten kommen.“ (cm)

Dannenberger spenden für die Tafel

Mehr als einen Autoanhänger voll mit Lebensmitteln und Haushaltswaren im Wert von rund 1000 Euro hat der SoVD-Ortsverband Dannenberg der örtlichen "Tafel" geliefert. Nicht nur das: Die fleißigen Helfer haben die Spenden auch gleich in die Regale der Tafel eingeräumt, damit sich die Mitarbeiter um die reguläre Lieferung der Märkte kümmern konnten.

"Wegen der Corona-Krise fehlen uns wegen der anhaltend großen Nachfrage vor allen Dingen haltbare Lebensmittel", berichtet Lotte Bachmann, Vorsitzende der Dannenberger Tafel. Das Geld, das der SoVD für die Einkäufe verwendete, war ursprünglich für Veranstaltungen des Ortsverbandes gedacht, die jetzt alle ausgefallen sind.

"Da die derzeitige Situation dafür sorgt, dass wir weitestgehend auf persönliche Kontakte verzichten müssen, wird auch unsere Arbeit vor Ort auf den Kopf gestellt", sagt der Ortsvorsitzende Helmut Hennig. Das war für die engagierten Helfer jedoch kein Grund, das Geld für das kommende Jahr zu sparen "Mit unserer Initiative machen wir deutlich, dass uns auch das Corona-Virus nicht davon abhält, für andere da zu sein und sie zu unterstützen", ergänzt die stellvertretende Vorsitzende Angelika Schmidt.

Die Dannenberger Tafel verzeichnet bis zu 35 Menschen, die sich und ihre Familien beim wöchentlichen Ausgabetermin mit Lebensmitteln eindecken. Ganz unterschiedliche Menschen, wie Lotte Bachmann deutlich macht. „Es sind Menschen jeden Alters und mit ganz verschiedenen Hintergründen und Schicksalen“, erklärt sie.

Kleiner Nähmarathon in Bardowick

Nun ist sie da, die Maskenpflicht. Doch viele Menschen wissen gar nicht, wo sie eine brauchbare, so genannte Alltagsmaske herbekommen sollen. Viele Frauen sitzen deshalb vor ihrer Nähmaschine und arbeiten im Akkord für Freunde und Bekannte. Auch Kreisfrauensprecherin Bruni Ernst hat sich an die Maschine gesetzt – aber für die SoVD-Mitglieder, die es am meisten brauchen: Die Alten und die Kranken.

55 Masken hat die gelernte Schneiderin gemeinsam mit der Frauensprecherin des Ortsverbandes Bardowick, Regina Burmester, hergestellt. Eine weitere Initiative im Rahmen der Aktion Helfende Hände. „Ich saß an der Maschine und Regina hat die Falten gebügelt“, erzählt Bruni Ernst. Hilfe in Form von Stoff- und Gummispenden kamen überall aus der Nachbarschaft und dem Freundeskreis.

Anschließend hat Ortsvorsitzender Harald Ernst, seine Stellvertreterin Hildegard Stein und Regina Burmester dann zu Mitgliedern gebracht. Und damit das Ganze auch ein bisschen das Herz wärmt, haben sie die Masken zusammen mit einer Topfblume und ein bisschen Schokolade verschenkt.

„Die Leute haben sie sich so gefreut“, freut sich Bruni Ernst. „Wir haben sogar noch Mails bekommen, in denen sich die Mitglieder für die Aktion bedanken.“

Manchmal ist es nur eine Kleinigkeit

Schon bevor die Aktion „Helfende Hände“ des Landesverbandes Anfang der Woche gestartet ist, haben sich SoVD-Mitglieder unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln aufgemacht, um anderen zu helfen.

In Dannenberg waren Ortsvorsitzender Helmut Hennig und seine Stellvertreterin Angelika Schmidt vor Ostern in sieben Pflegeheimen und dem Krankenhaus unterwegs, um den Pflegern mit einem kleinen Osternest für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken. „Wir haben vorher gefragt, ob das in Ordnung ist und alle haben sich sehr gefreut“, sagt Schriftführerin Margret Hennig. 30 Nester haben die beiden verteilt.

Für den SoVD ist dabei aber auch klar: So ein Dankeschön reicht nicht – es müssen sich die derzeitigen Arbeitsbedingungen ändern und es wird dringend ausreichende Schutzausrüstung benötigt. Und vor allem: Die Bezahlung in der Pflege muss endlich verbessert werden.

Ortsverband Lüchow nutzt verschiedene Kanäle, um trotzdem mit Betroffenen im Dialog zu bleiben. Auch wenn es nur eine kleine Geste ist: Einen Geburtstagsgruß vom SoVD gibt es trotzdem. Da Geburtstage momentan aufgrund der Kontaktsperre anders oder zum Teil überhaupt nicht gefeiert werden können, hat diese Aufmerksamkeit für die Geburtstagskinder oft eine ganz besondere Bedeutung. Außerdem  hat der Ortsverband Schutzmasken und Schutzhandschuhe für Mitglieder und weitere hilfsbedürftige Personen organisiert und Einkäufe übernommen.

In Katemin hat sich Vorsitzender Stephan Cardinahl auf den Weg ins Gemeindebüro gemacht und kurzerhand 100 Rollen gelbe Säcke in der Gemeinde verteilt. „Da muss nicht jeder einzeln ins Büro gehen und so wird die Ansteckungsgefahr reduziert“, sagt Cardinahl.

Das sind nur einige von vielen Beispielen dafür, wie die Mitglieder vor Ort konkret helfen. Viele gute und einfache Vorschläge finden Sie auch in der Aktionsfibel „Helfende Hände“, die Sie hier direkt herunterladen können.

Haben Sie auch schon etwas auf die Beine gestellt?
Dann schreiben Sie uns unter SoVD-internet(at)web.de
Wir berichten gern darüber.

Ortsverband Katemin hat neue stellvertretende VorsitzendeMit jüngerem Vorstand in die nächste Runde

Katemin. Der Vorstand des SoVD-Katemin hat sich bei der Jahreshauptversammlung deutlich verjüngt: Als neue stellvertretende Vorsitzende unterstützt künftig die 46-jährige Silke Hildebrandt den Verband.

Vorsitzender bleibt Stephan Cardinahl, Schatzmeisterin Margret Horn und Schriftführerin Heidemarie Päßler.

Trotz fehlender Räume hat der SoVD Katemin im vergangenen Jahr für seine rund 300 Mitglieder einiges auf die Beine gestellt. Dazu gehörten unter anderem ein Vortrag der Alzheimer Gesellschaft oder die Vorstellung des Bürgermobils. Aber auch in das Dorfgeschehen hat sich der SoVD eingemischt: „Wir haben dafür gesorgt, dass an der Sporthalle endlich eine ausreichende Beleuchtung installiert wurde“, sagte Cardinahl nicht ohne Stolz. Denn das war nicht so einfach gewesen und hatte langen Atem erfordert. Umso mehr bedauerte Cardinahl, dass kein einziges Ratsmitglied anwesend war. „Wir haben alle eingeladen, aber niemand wollte kommen.“ Weiterlesen...

Vorstand arbeitet erst einmal ohne Chef weiterBleckede sucht einen Vorsitzenden

Bleckede. Der SoVD-Bleckede muss improvisieren: Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen fand sich kein Nachfolger für den scheidenden Vorsitzenden Franz Conzem, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr antrat. Der restliche geschäftsführende Vorstand wurden in seinen Ämtern bestätigt. Stellvertreter bleibt Rudolf Schulz, Schatzmeisterin Renate Popp und Schriftführer Hans-Jürgen Otte. Dieser Rumpfvorstand wird zunächst einmal die Geschäfte weiterführen.  ...weiterlesen...

Wiederwahl bei der Jahreshauptversammlung in WustrowHier sind die Frauen an der Spitze

Wustrow. Der Vorstand des SoVD-Ortsvereines Wustrow wurde bei der Jahresversammlung komplett in seinen Ämtern bestätigt. Vorsitzende bleibt Edeltraud Stenzel, ihre Stellvertreterin ist Marina Kahmann-Jageow. Schatzmeister bleibt Jörg Jagow, Schriftführer Dieter Bengs, Beisitzerin Erika Sümnicht und die Revisoren Monika Mälzer, Ursula Albrecht und Wilfried Sümnicht.

Wustrow ist einer der weniger Ortsverbände, die von Frauen geführt werden. Mit Erfolg, wie die einstimmige Wiederwahl und die gute Kassenlage zeigten. Entsprechend wurde der Vorstand einmütig entlastet.

Der stellvertretende Kreisvorsitzende Stephan Cardinahl überbrachte die Grußworte des Kreisverbandes und berichtete von den Erfolgen des SoVD im vergangenen Jahr. Ein Thema war auch die Schließung des Beratungszentrums in Lüchow, was die Mitglieder im Bereich Lüchow sehr bedauerten. „Wer Beratung braucht, wird sie auch bekommen“, betonte Stephan Cardinahl. Derzeit gibt es in Lüchow einmal im Monat einen Beratungstag. Ansonsten sollen die Mitglieder in Lüneburg anrufen, dort könne man zusätzlich einen Termin in Lüchow vereinbaren. „Allerdings haben wir im Moment sehr viele Nachfragen, deshalb sind die Wartezeiten ziemlich lang“, so Cardinahl. Wenn es allerdings um die Einhaltung von Fristen gehe, wird unverzüglich geholfen.

Cardinahl dankte den Mitgliedern für ihre Arbeit vor Ort und betonte: „Ich hoffe doch sehr, dass der Ortsverband seine Eigenständigkeit behält, schließlich ist das hier ein eingearbeitetes Team.“

Drei neue Vorstandsmitglieder

Lüneburg. Mit drei neuen Vorstandsmitgliedern geht der SoVD-Lüneburg in die nächsten zwei Jahre. Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder Marlis Krüger zu ihrer neuen stellvertretenden Vorsitzenden sowie Elisabeth Schäfer und Günter Schwarz zu neuen Beisitzern. Chef des mit rund 2450 Mitgliedern kreisweit stärksten Ortsverbandes bleibt Bruno Friedrich Franz. Schatzmeister bleibt Günter Paul, Schriftführer Thomas Franke. Weiterlesen...

Jahreshauptversamlung in Neetze mit VorstandswahlenViel Lob von der Politik

Neetze. „Das ist aber das letzte Mal, dann sollen Jüngere an die Reihe kommen.“ Heinz-Jürgen Raulf, Vorsitzender des SoVD Neetze-Thomasburg, meint es ernst: Mit seiner Wiederwahl bei der Jahreshauptversammlung beginnt seine letzte Amtsperiode. „Das sehen wir dann“, schmunzelte Helmut Kowalik vom SoVD-Kreisvorstand, der die Wahlen leitete.

In ihren Ämtern bestätigt wurden auch der stellvertretende Vorsitzende Ulrich Krönke und Schatzmeister Dieter Harneit. Neue Schriftführerin ist Helga Kiehn, die den Posten bereits kommissarisch übernommen hatte. Als neuer Beisitzer kommt Bernd Heuer in den Vorstand. „Bernd Heuer kommt aus Thomasburg und wir dachten, es wäre gut, wenn auch ein Thomasburger im Vorstand ist“, erklärte Raulf. Mehr...

Ehrungen in Embsen

Der Ortsverband Embsen hatte es im vergangenen Jahr nicht ganz so leicht: Wie Vorsitzender Peter Damas bei der Jahreshauptversammlung mitteilte hatte der Schriftführer aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niedergelegt. Doch fand das Vorstandsteam mit Gudrun Kirsch einen Ersatz. Damas berichtete über die Entwicklung der Mitgliederzahlen und über die Aktivitäten des SoVD im vergangenen Jahr.

Mit dabei war an diesem Nachmittag auch Kreisvorsitzende Elfi Rosin, die von SoVD-Aktionen zu Frauenrechten in Lüneburg und Lüchow. „Schwerpunkte meiner Arbeit werden weiterhin Bekämpfung von Armut, Integration von Behinderten und Verbesserungen bei der Pflege sein“, versicherte Elfi Rosin. Dem konnte auch Ortsvorsteherin Carmen Maria Bendorf nur zustimmen. „Auch ich werde bei meiner Arbeit oft mit diesen Problemen konfrontiert“, sagte sie. Beide luden zu geplanten Aktionen ein und regten Vortragsthemen für den Ortsverband an.

Anschließend wurden langjährige Mitglieder geehrt: für 10 Jahre im Ortsverein Britta Baering, Stephan Baering, Cornelia Bolevic und Vera Schulze, für 25-jährige Mitgliedschaft Dorothea Kröger und Hans Erlemann.

Im laufenden Jahr plant der Ortsverein eine Infoveranstaltung mit der Polizei über Gefahren im Alltag

Horst Meiermann aus Lüneburg ist seit 65 Jahren Mitglied"Der SoVD hat mir meine Exstenzgrundlage verschafft"

Es war schlicht und einfach Pech, das Horst Meiermann (84) den Lebensweg vorzeichnete. Und nicht nur einmal sondern gleich zweimal. Als Kind war er vom Hocker gefallen und brach sich die Hüfte und später als Bäckerlehrling stürzte er bei seiner Arbeit im Backhaus. Die Folge: Er brauchte auf beiden Seiten orthopädische Schuhe. „Ich galt als behindert und niemand wollte mich mehr als Lehrling haben“, erinnert er sich. Das war 1950, eine Zeit ohne Teilhabegesetze und Förderung von Behinderten.

Der junge Mann aus Deutsch Evern gab nicht auf, fragte immer wieder nach und schließlich holte er sich Hilfe beim SoVD, der damals noch Reichsbund hieß. Zwar war Horst Meiermann nicht kriegsversehrt, doch er wusste, dass der Reichsbund sich für alle Menschen mit Behinderungen einsetzt. „Der SoVD hat mir 1954 tatsächlich eine Lehre als Polsterer und Dekorateur besorgt“, erzählt er. Bei der „Inneren Mission“ in Bremen, einem christlichen Verein, der sich für notleidende Menschen einsetzt. Er absolvierte dort seine Lehrzeit und kam schließlich samt Ehefrau aus der Hansestadt zurück nach Lüneburg.

„Der SoVD hat mir meine Existenzgrundlage verschafft“, sagt er heute. „Dafür werde ich dem Verband immer treu bleiben.“ Heute sind das nun schon 65 Jahre, für die Horst Meiermann bei der Jahresabschlussfeier des SoVD Lüneburg eine Urkunde und eine Ehrennadel erhielt. Die fünfte, wie er schmunzelnd feststellte. Vorsitzender Bruno Franz dankte Meiermann als er ihm die Verbandsauszeichnungen und einen Einkaufsgutschein für Lüneburg überreichte. „Es ist schön zu sehen, wenn Menschen dem SoVD so verbunden sind“, sagte er und stellte fast schon bedauernd fest: „65 Jahre werde ich wohl nicht mehr ganz schaffen.“

Horst Meiermann nahm seine Ehrung gelassen entgegen. Für ihn ist es selbstverständlich, denen treu zu sein, die ihn einst retteten. Inzwischen ist er längst in Rente, doch er hat neben seiner Ehefrau auch ein Hobby aus Bremen mitgebracht: Das Schachspielen. Meist spielt er gegen den Computer, doch ab zu und kommen auch seine Söhne oder seiner Enkel auf eine Partie vorbei. „Manchmal haben sie sogar eine echte Chance gegen mich“, strahlt der Jubilar.

BNV und SoVD fordern: Sofortiger Einbau von Warngeräuschen in E-FahrzeugenElektrisch fahren tut hörbar gut

Elektromobile sind im Kommen. Ob zwei- oder vierrädrig – Menschen setzen auf die neue Mobilität. Sie ist sicher, sauber und leise. Doch genau das ist in der Zeit der Generation „Head-down“ das Problem: Die fast lautlosen E-Vehikel sind nicht nur für Fußgänger gefährlich, die sich auf ihr Handy konzentrieren, sondern auch für alle eingeschränkten Verkehrsteilnehmer und vor allem die Blinden und Sehbehinderten.

Deshalb hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband anlässlich der Woche des Sehens vom 8. bis 15. Oktober zu der Aktion „Elektrisch Fahren tut hörbar gut“ aufgerufen. Unterstützt von acht Bündnispartnern, darunter auch der SoVD, fordern sie den sofortigen Einbau eines künstlichen Warngeräusches (AVAS) in alle E-Fahrzeuge.

In Lüneburg präsentierte sich der Regionalverein Nord-Ost im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen (BVN) gemeinsam mit seinen Bündnispartnern farbenprächtig auf dem Rathausplatz. Mit großen gelben Ohren und Warnschildern machten rund 50 Aktive deutlich, wo das Problem liegt. „Lautlose Elektrofahrzeuge stellen für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, eine Unfallgefahr dar, die größer ist als bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor“, erklärt BVN-Regionalvereinsleiter Sascha Paul. Wer zu Fuß gehe, könne ein elektrisch betriebenes Auto bei einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern erst dann hören, wenn es weniger als acht Meter entfernt sei. „Das entspricht einer Zeitspanne von 1,5 Sekunden bis zum Aufprall“, rechnet Paul vor.

Neben der Unfallgefahr gibt es noch ein weiteres Problem: „Ein Bus, der lautlos ankommt und hält, ist für einen blinden Menschen nicht auffindbar und damit nicht barrierefrei“, macht Paul deutlich.

Zwar wird im Juli 2021 das AVAS für alle neu zugelassenen E- und Hybridfahrzeuge Pflicht, doch nicht für die alten. Bereits 2018 verzeichnete der Landkreis Lüneburg knapp 200 Elektromobile, darunter auch etliche, die für die Kommunen im Einsatz sind.

Auch der SoVD ist für den Einbau der Warngeräusche. „E-Autos sind gut für die Menschen“, sagt SoVD-Ortsvorsitzender Bruno Franz. „Doch wenn man sie nicht hören kann, werden sie zu einer Gefahr.“ Wer heute ein E-Mobil neu bestellt zahlt für den Einbau rund 170 Euro, Nachrüstungen bei alten Fahrzeugen liegen jedoch weit darüber. Deshalb fordert Franz auch ganz klar: „Der Bund muss die Nachrüstung subventionieren.“ Vor allem aber müsse der Staat mit seinen eigenen Fahrzeugen beginnen. „Letztlich zahlt sich das aus, denn es gibt weniger Unfälle.“

Problematisch sieht Franz auch die Vielfalt der AVAS-Varianten. Jeder Hersteller bastelt an seinem eigenen Sound, doch die Vereinten Nationen fordern ein einheitliches Geräusch. „Das muss so sein, wie bei Feuerwehr und Martinshorn“, ist sich Franz sicher. „Das ist ein Geräusch, dass man verinnerlicht und das sofort funktioniert.“

Ortsverband Katemin besichtigte Deutschlands einzige ZierkerzenschnitzereiKulturfahrt nach Walsrode

Geschichte und Kultur standen kürzlich im Mittelpunkt einer Tagesfahrt des Ortsverbandes Katemin nach Walsrode. Zunächst besuchten die Mitglieder die einzige Zierkerzenschnitzerei Deutschlands. Kerzen haben für Menschen schon immer eine große Bedeutung gehabt – zunächst als Lichtquelle, später als dekoratives Element und romantisches Accessoire. Auch heute sind Kerzen aus unserem Leben kaum wegzudenken, doch diejenigen, die die Besucher in der Zierkerzenmanufaktur wird wohl kaum jemand anzünden wollen: Kerzen in allen Formen und Farben, kleine Kunstwerke von Hand geschnitzt. Bei der Führung erfuhren die SoVDler alles über die alte Tradition der Kerzenschnitzerei und konnten beobachten, wie die Wachswunderwerke in bis zu 19 verschiedene Farbbäder getaucht wurden, bevor die Schnitzer überhaupt mit ihrer Arbeit anfangen.

Nach altem Kunsthandwerk ging es weiter mit dem Besuch des Backtheaters. Die ungewöhnliche Kombination von Restaurant und Theater im HeideBackHaus Walsrode zieht seit 17 Jahren Menschen aus ganz Deutschland an. Ende Dezember schließt der Kulturtreffpunkt – ein guter Grund für den SoVD, sich vorher noch einmal hier umzusehen. Das Team des Backtheaters spielte an diesem Abend „Bruch zum 60. Geburtstag“ – die Geschichte eines fast verpatzten Geburtstages.

Zum Schluss sang der ganze Saal gemeinsam und die Besucher durften sogar selbst auf die Bühne. „Es ist wirklich schade, dass so eine tolle Einrichtung schließen muss“, sagte Vorsitzender Stephan Cardinahl und nahm damit den Besuchern das Wort aus dem Munde.

Kreisverband Lüneburg-Lüchow zu Gast beim Inklusionspreis NiedersachenPreise, Musik und gute Laune

Hannover. Es war eine ganz besondere Premiere: Zum ersten Mal haben SoVD und Landessportbund gemeinsam den Inklusionspreis Niedersachsen vergeben, der aus dem SoVD-Ehrenamtspreis Inklusion, dem SoVD-Medienpreis Inklusion und dem LSB-Inklusionspreis Sport besteht. Der Inklusionspreis Niedersachsen ist mit insgesamt 19 000 Euro dotiert und steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stephan Weil. Ein weiteres Highlight des Tages war ein Konzert der Band „Silbermond“, die einen Sonderpreis für das soziale Engagement von Sängerin Stefanie Kloß erhalten hatte und es sich nicht nehmen ließ, mit ihren Fans zu feiern.

Mit dabei waren auch viele Gäste aus dem Kreisverband Lüneburg-Lüchow. Unter ihnen das neue Führungsduo aus dem Ortsverein Adendorf, Cortina und Steven Göbel. Auch für die beiden war es eine Premiere, denn es war die erste Großveranstaltung des SoVD, die die beiden besuchten. „Ich bin begeistert von diesem Zusammenhalt“, sagt Cortina Göbel. „Wenn man neu ist, dann kennt man ja noch nicht so viele Menschen, doch alle haben uns gut aufgenommen und wir haben auch noch viele Gratulationen bekommen.“

Die Preisverleihung selbst sei wunderbar gewesen. „Es war schön zu sehen, wie viel tatsächlich für behinderte Menschen getan wird“, erklärt sie. „Ich war wirklich erstaunt, wie viel die Sportvereine hier anbieten.“ Das Haus sei voll gewesen, unzählige Rollstühle, Alt und Jung gemischt und alles habe geklappt. „Mich hat vor allem gefreut, wie viel inzwischen für behinderte Kinder getan wird“, so Göbel. „Sich für Ältere zu engagieren ist auch wichtig, aber die Kinder sind unsere Zukunft.“

Besonders beeindruckt war Cortina Göbel vom ersten Preis in der Kategorie Medien. „Sich an so ein Thema heranzutrauen, das heißt schon was.“ Der Fotojournalist Fabian Melber und die Redakteurin Carolin Gißibl hatten sie mit ihrem Beitrag zum Thema Sexualität und Menschen mit Behinderung begeistert.

Doch das Schönste an dem Tag in Hannover war für die Göbels das Konzert von Silbermond. „Wir sind schon Fans seit sie zum ersten Mal damals am Strand gespielt haben“, verrät Cortina Göbel. Jedes Jahr fährt die Familie zu einem Konzert „ihrer“ Band. „Und dann dieses außergewöhnliche Konzert in Hannover zu sehen, war einfach toll“, freut sich Cortina Göbel. „Das hätte ich ohne den SoVD nie erleben dürfen.“

Elfi Rosin ist neue stellvertretende Landesvorsitzende

Lüneburg/Hannover. Ab sofort ist der SoVD-Kreisverband Lüneburg-Lüchow noch stärker auf Landesebene vertreten: Bei der Landesverbandstagung in Hannover ist Kreisvorsitzende Elfi Rosin einstimmig zur neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt worden. Gemeinsam mit dem Celler Kreisvorsitzenden Achim Spitzlei vertritt sie künftig den neuen Landesvorsitzenden Bernhard Sackarendt aus dem Emsland. Sackarendt war bislang als 2. Landesvorsitzender und folgt Adolf Bauer ins Amt, der nach 16 Jahren nicht mehr kandidierte.

„Ich bin so dankbar für die vielen Glückwünsche, die mich in Hannover und auch aus Lüneburg erreicht haben“, sagte Elfi Rosin nach der Wahl. „Als stellvertretende Landesvorsitzende kann ich meine langjährige sozialpolitische Erfahrung jetzt noch konkreter in Projekte umsetzen.“ Elfi Rosin leitete zuvor acht Jahre lang den sozialpolitischen Ausschuss auf Landesebene.

Der neuen stellvertretenden Landesvorsitzenden ist das Thema Kinderarmut besonders wichtig: „Wir sind so ein reiches Land, da muss es keine armen Kinder und Eltern geben.“ Kinderarmut sei ein umfassendes Thema, denn es gehe hier nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern vielmehr auch um Bildung und Gesundheit – unabhängig vom Geldbeutel der Eltern.

„Wir dürfen aber auch die Alten nicht vergessen“, mahnte sie das traditionelle Thema des SoVD an. „Wer 40 Jahre und mehr gearbeitet hat, muss im Alter abgesichert sein.“ Sie hofft, durch ihre Arbeit im Landesvorstand Beiträge zur Veränderung im Land leisten zu können.

Trotz der neuen Position bleibt Elfi Rosin aber auch ihrem Ortsverband Adendorf erhalten. Seit der außerordentlichen Jahreshauptversammlung (siehe weiter unten) ist sie nicht nur Ehrenvorsitzende des großen Ortsverbandes, sondern bleibt dem Vorstand auch als Beisitzerin erhalten. Auch die Vertretung des SoVD bei der Gemeinde Adendorf und die Zusammenarbeit mit der Kirche bei dem Projekt „Keiner soll sonntags allein sein“ will sie weiter fortsetzen.

Neuer, junger Vorsitzender in Adendorf

Steven Göbel ist der neue Vorsitzende des SoVD Adendorf. Er füllt nicht nur die Lücke, die der plötzliche Rücktritt von Ingeborg Frankenstein hinterlassen hatte, sondern ist mit seinen 34 Jahren der wohl jüngste Vorsitzende des Ortsverbandes überhaupt. „Ich möchte mich sozial engagieren“, sagte Göbel nach der Wahl, die mit vier Enthaltungen einstimmig ausfiel. „Mit allen Mitgliedern zusammenarbeiten und Tradition des SoVD fortsetzen.“

Für die Wahl war eine außerordentliche Jahreshauptversammlung einberufen worden, nachdem im März sowohl das Amt des Vorsitzenden als auch das des stellvertretenden Vorsitzenden nicht besetzt werden konnten. Göbels Stellvertreterin wurde seine Mutter Cortina.

Die Familie, die seit zehn Jahren in Adendorf wohnt, ist aus Überzeugung in den SoVD eingetreten. „Ich habe mich schon immer sozial engagiert und ich finde, das hier ist eine gute Sache“, sagte Cortina Göbel. Auch ihr Sohn ist überzeugt, dass hier gute Arbeit geleistet wird. „Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit Vorstandsarbeit, deshalb bin ich froh, dass meine Mutter mich unterstützt.“

Der technische Zeichner will vor allem ein Zeichen für junge Menschen im SoVD setzen. „Schließlich kann der SoVD für die genauso viel tun wie für Ältere, sie wissen es nur nicht.“ Er plant eine Zusammenarbeit mit dem SoVD-Vorsitzenden Peter Röhr, der ebenfalls zu den jüngeren Amtsinhabern gehört.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde die ehemalige Vorsitzende Elfi Rosin auf Vorschlag von Wahlleiter Gerd Eiselt zur Ehrenvorsitzenden des Ortsverbandes gewählt. Mit zum neuen Vorstand gehören außerdem Schriftführerin Marie-Luise Melchior, Schatzmeisterin Ursula Meyer-Melchior, Frauensprecherin Anne Marben und die Beisitzer Ilse Dittmers, Claudia Suhrke, Dieter Melchior und Elfi Rosin, die alle bei der regulären Jahreshauptversammlung im März ins Amt gewählt wurden.

"Ohne Euch wären wir verloren gewesen"

Otto Wachowski aus Bleckede erzählt, wie ihm der SoVD geholfen hat

„Ohne Euch wären wir damals verloren gewesen.“ Otto Wachowski kann sich noch gut an die Zeit vor über 70 Jahren erinnern. Die Zeit nach dem Krieg, die Zeit, als der Reichsbund – heute Sozialverband – gegründet wurde. „Ihr habt uns all die Jahre geholfen“, sagt er und deutet mit der Prothese seiner linken Hand auf Kreisvorsitzende Elfi Rosin und Ortsvorsitzenden Franz Conzem. Die beiden haben Otto Wachowski Zuhause besucht, um ihm als kleine Anerkennung für seine Treue Urkunde, Ehrennadel und einen großen Blumenstrauß zu bringen.

„Damals, als das neue Geld kam, da wurde auch dieser neue Verein gegründet, der sich um die Kriegsveteranen, Witwen und Waisen kümmerte“, erzählt Wachowski, als sei es gestern gewesen. In einer Gastwirtschaft in Barskamp habe man sich zur Gründungsversammlung getroffen. „Da blieb kein Platz frei“, sagt Wachowski. Der damalige Kreisvorsitzende war mit dem Fahrrad aus Lüneburg gekommen. „Und das, obwohl er ein steifes Bein hatte.“

Er selbst ist sofort eingetreten. Wie viele andere in dem Raum hatte er eine lange Geschichte mit Leid und Elend hinter sich. Otto Wachowski wurde im ostpreußischen Dorren in den Masuren geboren. Er hatte nur wenige Monate vor Kriegsende seine linke Hand im Gefecht verloren, doch ein Schuhmachermeister in Issigheim baute ihm eine pfiffige Leder-Prothese. Wachowski hat sie bis heute als Erinnerung behalten. Er fand Arbeit in der Landwirtschaft und schließlich kam auch sein Bruder aus dem Krieg zurück.

Gemeinsam fanden sie ihren Vater in Köstorf, der am liebsten nach Polen zurückgekehrt wäre. Doch Otto Wachowski hatte die politische Lage im Blick und warnte den Vater. Schließlich zog er 1946 selbst los, um seine Mutter und die Geschwister zu retten. „War es Gottes Fügung oder Zufall?“, fragt sich Wachowski heute, wenn er an die abenteuerliche Flucht quer durch besetztes Gebiet zurückdenkt. Doch schließlich fand sich die ganze Familie in Köstorf ein.

Wachowski schaute in die Zukunft. Er wollte umschulen von Landwirt auf Schweißer. Mit nur einer Hand wollte ihm diese Umschulung aber niemand bezahlen. Und das, obwohl er sich inzwischen etliche Werkzeuge für seine Prothese gebaut hatte und geschickt damit umging. „Der Reichsbund hat sich damals für mich eingesetzt“, erinnert sich Wachowski. „Die haben den gesamten Papierkram erledigt und schließlich durfte ich Schweißer werden.“

Heute lebt Otto Wachowski in seinem Haus in Bleckede. Auch wenn die Gesundheit nicht mehr ganz so mitspielt, kann er doch viele Geschichten erzählen. Manche davon hat er sogar aufgeschrieben.

Neuer Vorsitzender in Gellersen

Heiligenthal. „Wir wählen hier heute außerplanmäßig aus einem sehr traurigen Anlass.“ Mit diesen Worten eröffnete die SoVD-Kreisvorsitzende Elfi Rosin die Wahl  für den neuen Vorsitzenden des Ortsverbandes Reppenstedt-Gellersen. Nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden Hinrich Gehrmann im Januar musste ein neuer Kandidat gefunden werden. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Hans-Heinrich beim Graben schloss die Lücke. Neuer Stellvertreter wurde Wolfgang Krüger. Beide wurden einstimmig ins Amt gewählt. Damit ist der Vorstand auch offiziell wieder komplett.

„Die letzten Monate waren nicht einfach für den Ortsverband, aber der Vorstand hat das wirklich gut gemacht“, lobte Elfi Rosin. Denn der SoVD Reppenstedt ist auf einem guten Weg. „Wir haben derzeit 467 Mitglieder, das ist der höchste Stand seit dem Bestehen des Ortsverbandes überhaupt“, berichtete Schriftführerin Marit Wulf. „Wir hatten allein im vergangenen Jahr 51 Neueintritte.“ Alle Veranstaltungen – ob nun politisch oder gesellig - seien ausgesprochen gut besucht gewesen.

Lob bekam der SoVD auch von Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers. Der SoVD stehe für den Einsatz der sozial Schwache im Land, das brauche die Gesellschaft heute mehr denn je. „Die Juristen des Regionalbüros haben sehr viel zu tun und dass, obwohl es unserem Land doch eigentlich gut geht“, sagte er. Er dankte den Ehrenamtlern vor Ort und mahnte: „Man sollte immer auch daran denken zu geben und nicht nur zu nehmen.“

Für die vier Bürgermeister der Samtgemeinde sprach Südergellersens Gemeindeoberhaupt Steffen Gärtner dem Sozialverband sein Lob aus. Er bot auch an, den SoVD in die politische Arbeit zu integrieren. „Wir könnten eine Diskussionsrunde mit allen Bürgermeistern machen“, sagte er. „Wir sind auf Ihre Mitarbeit angewiesen, denn schließlich verleiht ein solches Amt nicht automatisch Allwissenheit.“

Viel zu berichten hatte an diesem Tag auch die neue Frauensprecherin Hannelore Ortstein. Gemeinsam mit anderen Frauensprecherinnen und engagierten Frauen aus dem SoVD hatte sie etliche Veranstaltungen zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht organisiert: Vom Marsch der SoVD-Suffragetten durch Lüneburg und Lüchow bis hin zu Vorträgen und Filmen, hatten sich die Damen einiges einfallen lassen. Diese Aktion hat sogar das Museum Lüneburg dokumentiert. „Unsere Resolution an Landrat Manfred Nahrstedt und das Reifezeugnis für Landrat Jürgen Schulz werden jetzt im Museum archiviert“, berichtete Hannelore Ortstein nicht ohne Stolz.

Die erste Amtshandlung des neuen Vorsitzenden war die Ehrung der langjährigen Mitglieder. Hans-Heinrich beim Graben überreichte Hans-Hermann Richnow, Christel und Klaus Düngefeld, Christian Hansen und Wilfried Schlüter Urkunde und Ehrennadel für zehn Jahre Mitgliedschaft.

Für 25 Jahre Treue zum SoVD wurden Alfred Holtmann, Barbara Hoyer, Karl-Heinz Hoyer und Albert Prigge geehrt.

Die Durststrecke ist überwunden

Deutsch Evern. Der Ortsverband Deutsch Evern hat es geschafft: Nach zwei Jahren ohne Vorsitzenden, in denen ein Helferkreis die Arbeit machte, hat sich bei der jüngsten Jahreshauptversammlung Schatzmeister Joachim Baumung bereit erklärt, den Vorsitz zu übernehmen. Mit großem Jubel und donnerndem Applaus begrüßten die Mitglieder ihren neuen Vorsitzenden nach der einstimmigen Wahl. Die Kasse übernimmt künftig Gaby Taeger, Schriftführerin bleibt Ilona Fiebig.

„Wie kriegen wir das hin, dass wir Dich zum ersten Vorsitzenden machen“, hatte Helmut Kowalik vom Kreisvorstand anfangs noch gefragt. Denn klar war: Der Helferkreis konnte nur eine Übergangslösung sein, für die der Ortsverband auch eine Genehmigung brauchte. Doch Kowalik war bereits vor der Versammlung durch den Raum gewandert, hatte hier ein bisschen geplaudert und dort eine Frage gestellt und schließlich war alles geklärt.

In den letzten zwei Jahren hatte der Helferkreis samt Restvorstand es geschafft, die traditionellen Veranstaltungen am Leben zu erhalten. „Wir hatten unser Matjesessen mit einem Vortrag über gesunde Ernährung und ein Grillfest mit einem Referat zum Thema Demenz“, berichtete Baumung. Außerdem hatte der Ortsverband zu einem Vortrag über Stress eingeladen. Die Arbeit hat sich gelohnt: Trotz fehlendem Vorsitzenden waren 15 neue Mitglieder eingetreten.

Auch für das laufende Jahr hat der SoVD Deutsch Evern bereits einiges geplant. „Wir denken an einem Besuch im Museum Lüneburg und an eine Filmvorführung zum Thema Inklusion“, berichtete Baumung. Außerdem soll das Thema Patientenverfügung genauer beleuchtet werden. Helmut Kowalik lobte in seinem Grußwort die Arbeit vor Ort, berichtete von der Arbeit des Kreisverbandes und machte etliche Vorschläge für weitere Veranstaltungen. „Man kann über viele Dinge reden“, sagte er. „Am Anfang steht meist ein Satz wie: Ich habe einen Wunsch oder eine Idee.“ Er machte deutlich, dass der Ortsverband durchaus auch vor Ort Druck machen und sich in die Politik einmischen könne.

Das die Mitglieder daran durchaus interessiert sind zeigte sich bei dem Grußwort von Bürgermeisterin Ulrike Walter. Sie bot an für Fragen offen zu sein und daraufhin entspannte sich eine lebhafte Debatte über Ortsthemen, die Baumung schließlich unterbrechen musste, weil man sonst die Regularien gar nicht hätte erledigen können. „Wir werden das bei anderer Gelegenheit aber gern fortsetzen“, versicherte er.

SoVD ist in Bardowick präsent

Bardowick. Der SoVD-Ortsverband Bardowick wächst stetig weiter: Im vergangenen Jahr sind 22 neue Mitglieder eingetreten. Das sei nicht zuletzt der guten Arbeit vor Ort zu verdanken, lobte SoVD-Geschäftsstellenleiterin Beate Lockemann bei ihrem Grußwort. „Sie immer präsent, wenn hier Veranstaltungen sind“, sagte sie mit Blick auf den Infostand beim Erntefest.

Auch Vorsitzender Harald Ernst war zufrieden mit der Aktion. „Ich denke, wir werden in diesem Jahr auch beim Mühlenfest dabei sein.“ Ernst berichtete von der landesweiten Aktion „Ich bin nicht behindert – ich werde behindert“ und schlug vor, den dazu gehörigen Film „all inklusive“ auch einmal in Bardowick zu zeigen.

Doch der SoVD Bardowick kümmert sich auch um die kleinen Dinge: Mit knapp 60 Besuchen zu Geburtstagen und Jubiläen trägt der Ortsverband mit dazu bei, dass die Menschen im Ort in Kontakt bleiben. Dafür unterstützt die Samtgemeinde den Ortsverband auch finanziell: Rund 500 Euro Zuschuss hatte der SoVD für seine Seniorenarbeit im vergangenen Jahr erhalten, wie Schatzmeisterin Antje Werner beim Kassenbericht vortrug.

Frauensprecherin Regina Burmester berichtete außerdem von der neuen kreisweiten Frauengruppe, die zu Beginn des Jahres eine mehrteilige Veranstaltungsaktion zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht organisiert hatte. „Dafür haben wir viel Zuspruch bekommen.“

Bei so vielen positiven Nachrichten ist es kein Wunder, dass bei den anstehenden Vorstandswahlen alle Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt wurden. Nur bei den Revisoren gab es eine Änderung: Jutta Raabe und Gerd Jürgen Behr folgen Hildegard Gade und Harald Bartheld ins Amt.

Anschließend ehrte Ernst noch langjährige Mitglieder des SoVD: Für zehn Jahre Treue wurden Udo Böhring, Angelika Werner und Margret Rieckmann ausgezeichnet. Runde 25 Jahre dabei sind Gerd Jürgen Behr, Jürgen Cordt, Volkmar Düffert, Lorita Isenberg, Horst Mellenthin, Henning Petersen und Bernhard Schmidt.

Lisa Klipp für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Eine sehr außergewöhnliche Ehrung gab es in diesem Jahr bei SoVD-Ortsverband Bardowick: Lisa Klipp (93) ist nun schon seit 70 Jahre Mitglied. Dafür überreichte ihr Vorsitzender Harald Ernst einen großen Präsentkorb samt Urkunde und Goldener Nadel.

„Ich bin die erste, die damals eingetreten ist“, erinnerte sich die alte Dame, als Ernst ihr den Korb persönlich nach Hause brachte. Sie erinnert sich noch genau an die ganzen Zelte, wo man Vermisstenmeldungen abgeben konnte. Dort habe auch das Zelt des SoVD – damals noch Reichsbund – gestanden.

Obwohl gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe, plauderte Lisa Klipp mit Ernst über die Vorhaben des SoVD, erkundigte sich nach der Jahresversammlung und bedauerte, nicht selbst dabei gewesen zu sein.

Katemin freut sich über Mitgliederzuwachs

Neu Darchau. So gut besucht war die Jahresversammlung in Katemin noch nie. „Jedenfalls nicht in den letzten zehn Jahren“, schmunzelte Vorsitzender Stephan Cardinahl. Mit über 40 Mitgliedern war der Saal im Göpelhaus voll besetzt. Vielleicht lag das auch an dem Thema des Vortrages: „Symptome der Demenz“.

Kathrin Benecke und Petra Schatz von der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg informierten über die Krankheit und die Hilfen, die inzwischen angeboten werden. Das das Thema den Nerv der Zeit traf, zeigte sich bei den vielen Fragen, die die Mitglieder stellten.

Kathrin Benecke machte Mut zur Offenheit. „Reden Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden, so können sie für sich und Ihre Lieben sorgen und frühzeitig Hilfe installieren.“ Menschen mit Demenzerkrankungen haben heute viele Möglichkeiten: Selbsthilfegruppen, Wohngemeinschaften und viele Beschäftigungsangebote sorgen dafür, dass das schreckliche Bild des einsam siechenden Menschen nur ein Schreckgespenst bleibt. Auch für Angehörige gibt es Hilfe: Sei es nun die Tagespflege, um einmal durchatmen zu können oder Schulungen für den richtigen Umgang mit den Kranken.

Im Rahmen der Jahresversammlung ehrte der Vorsitzende außerdem Karl-Heinz Henning für 10 Jahre und Eckhard Philipp für 25 Jahre Mitgliedschaft. „Es waren noch viele andere Mitglieder zur Ehrung eingeladen, aber sie konnten leider nicht kommen“, berichtete Cardinahl.

Dagegen freute er sich über das zunehmende Interesse am SoVD. Allein seit Dezember waren bereits wieder 20 neue Mitglieder in den Ortsverband eingetreten.

SoVD mischt sich in die Dorfpolitik ein

Neetze. „Von wegen, das Ehrenamt stirbt aus – hier in Neetze kann man sehen, dass das Gegenteil der Fall ist.“ Helmut Kowalik vom Kreisvorstand des SoVD Lüneburg-Lüchow hatte nur lobende Worte für die Arbeit des Ortsverbandes Neetze-Thomasburg. Kein Wunder, denn seitdem Heinz-Jürgen Raulf vor einigen Jahren den Vorsitz übernommen hat wächst der Verein kontinuierlich. Die inzwischen 227 Mitglieder treffen sich nicht nur zu geselligen Veranstaltungen, sie mischen sich auch erfolgreich in die Dorfpolitik ein.

„Wir haben den Behinderten-Parkplatz auf dem Dorfplatz beantragt und durchbekommen“, berichtete Raulf bei der Jahreshauptversammlung nicht ohne Stolz. Auch eine Sitzgelegenheit ist inzwischen dank einer Spende des örtlichen Lebensmittelmarktes realisiert worden. Der Vorsitzende dankte seinem Vorstand für die Unterstützung bei der Organisation der vielen Aktivitäten, wie dem Grillfest, der Kulturreise oder auch dem Info-Stand während der Dorf- und Kulturtage Thomasburg. Ein Einsatz, der sich lohnte: „Alle Veranstaltungen waren toll besucht“, so Raulf. „Man merkt, dass wir hier im Ortsverband einen guten Zusammenhalt haben.“ In laufendem Jahr sollen weitere Themen aufgenommen werden, vor allem die sozialpolitischen Anliegen stehen im Vordergrund.

Für zehn Jahre Mitgliedschaft im SoVD ehrten Raulf und Kowalik Jutta Scheel, Ursula Findorff, Karin Kripp-Komoss und Eckhardt Dietrich. Anschließend referierte Carsten Sander von der Sparkasse über das Thema Seniorenbetrug.

Letzte Runde für Peter Damas

Embsen. „Wir arbeiten daran, dass der SoVD wieder in aller Munde ist.“ Carmen Maria Bendorf setzt auf Vernetzung. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Carina Karbowski aus Häcklingen war die Ortsvorsteherin aus Rettmer eigens zur Jahresversammlung des SoVD Embsen gekommen. Der Plan der beiden Frauen: Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen stärken und sie so attraktiver machen.

Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt ging nicht ganz so weit, machte jedoch deutlich, dass die Ortsgrenzen keine Grenzen der Freundschaft seien.

Er lobte den SoVD als wichtigen Bestandteil der Seniorenarbeit in der Samtgemeinde.

Kreisvorsitzende Elfi Rosin dankte den Politikern für ihre Unterstützung und betonte bei ihrem Grußwort ebenfalls, dass SoVD stolz auf seine Arbeit sein kann. „Das gilt für unser Büro in Lüneburg genauso wie für Ihre Arbeit hier vor Ort“, sagte sie. „Denn es ist heutzutage wichtig, sich um den Nächsten zu kümmern und Solidarität nicht zu einer leeren Worthülse werden zu lassen.“

Im vergangenen Jahr hatte es der SoVD Embsen nicht leicht. „Aus gesundheitlichen Gründen sind wir ein bisschen mit angezogener Handbremse gefahren“, scherzte Vorsitzender Peter Damas. Trotzdem habe man die traditionellen Veranstaltungen beibehalten können und eine Kulturfahrt nach Friedrichshafen realisieren können. „Mein Dank gilt den vielen Helfern“, sagte Damas. „Das zeigt doch, dass wir hier im Ort eine Gemeinschaft sind.“ Die Mitgliederzahl sei mit jetzt 219 leicht gesunken, doch es habe auch viele Eintritte gegeben.

Bei den turnusgemäßen Wahlen gab es kaum Veränderungen. Vorsitzender bleibt Peter Damas – allerdings machte er klar, dass dies aus Altersgründen seine letzte Amtsperiode sei. Seine Stellvertreterin ist Heidel Obst, Schatzmeisterin ist Sylvia Siegfried und Schriftführer Peter Alexander Damas. Beisitzer bleiben Günther Schultz und Heinz Obst, neu dazugekommen ist Gudrun Kirsch.

An diesem Abend wurden auch besonders treue Mitglieder des SoVD geehrt: Für zehn Jahre erhielten Karin und Jürgen Adami, Thomas und Anette Heim, Sylvia Siegfried sowie Karl Heinz und Margrit Weylo eine Urkunde. Für 25 Jahre bekamen Jürgen Konik, Günter Mühlbach und Ingrid Wordel, Urkunde, Nadel und einen Präsentkorb.

Generationswechsel in Scharnebeck

Generationswechsel beim SoVD-Ortsverband Scharnebeck: Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder Thorsten Röhr zum neuen Vorsitzenden. Damit bleibt alles in der Familie, denn der Sohn folgt seinem Vater Peter Röhr ins Amt, der aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut antreten wollte. Neue Stellvertreterin ist Nora Röhr, die Frau von Thorsten Röhr, die damit den Generationswechsel komplett macht.

Kassenwart Wilfried Jahnke, Schriftführerin Margret Röhr, die Beisitzer Peter Röhr Junior, Silvia Jahnke, Susanne Köhler und Bernhard Puls wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neue Beisitzerin wurde Melanie Krüger, die für Wilhelm Westenberg nachrückt. Revisoren sind Hartmut Köhler, Karl-Heinz Soltau, Karin Soltau und Dieter Fiedler. Peter Röhr Senior bleibt dem Ortsverband jedoch im Festausschuss erhalten.

Mit aktuell 205 Mitgliedern ist der Ortsverband stabil und auch die Veranstaltungen seien gut besucht, wie Peter Röhr in seinem Jahresbericht ausführte. Auch der neue Vorsitzende will an dem alt bewährten Programm festhalten, wie Thorsten Röhr versicherte.

An diesem Abend informierte außerdem Martina Plohg von der AOK über die Frage „Plötzlich ein Pflegefall in der Familie - was nun?“ Die Referentin, die selbst jahrelang in der Pflege arbeitete und nun berät zeigte sehr anschaulich Möglichkeiten der Unterstützung auf. „Wichtig ist, dass man schon sehr frühzeitig Hilfe organisiert“, erklärte sie. „Selbst, wenn es nur darum geht, dass man im Haushalt nicht ehr ganz zurechtkommt.“ Denn das Pflegegesetz aus 2017 und kleine Änderungen, die seit diesem Jahr gelten, machen auch das möglich.

Während und nach dem Referat entspannt sich eine lebhafte Diskussion bei den Zuhörern, denn viele hatten bereits Erfahrungen mit Pflegefällen in der Familie und nicht immer gute. Martina Plohg zeigte Möglichkeiten auf, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren und verwies auf die Pflegeberatung bei den Kassen. Seit 2009 hat jeder Pflegebedürftige in Deutschland einen Anspruch auf individuelle Pflegeberatung durch die Pflegekassen, die jede Krankenkasse hat. Sie soll helfen, den Pflegebedürftigen eine umfassende Unterstützung bei der Auswahl und Inanspruchnahme notwendiger Hilfe- und Pflegeleistungen zukommen zu lassen und auf die dazu erforderlichen Maßnahmen hinzuwirken.

"Heirat ist keine Altersvorsorge"

Fast auf den Tag genau 100 Jahre nach der gesetzlichen Realisierung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland hatte der SoVD Gellersen zu einem Vortrag zum Thema „Heirat ist keine Altersversorgung“ eingeladen. Referentin Irmtraud Hövermann klärte die gespannten Zuhörer darüber auf, warum Frauen so oft benachteiligt sind und was man dagegen tun kann.

Eine große Herausforderung ist die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen, bekannt durch die Slogans „Equal Pay“ und „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. „Davon sind wir Frauen noch weit entfernt“, sagt auch Marit Wulf, Schriftführerin im Ortsverband.

Referentin Irmtraud Hövermann lieferte klare Fakten zum Thema Gleichstellung: „Im Jahr 2017 war der Brutto-Stundenlohn von Frauen in Deutschland im Schnitt 21 Prozent oder gut ein Fünftel geringer als der der Männer“, rechnete sie vor. Dadurch erhalten Frauen später weniger als die Hälfte der Rentenzahlungen der Männer. Frauen verwenden täglich gut anderthalbmal so viel Zeit als Männer für unbezahlte Sorgearbeit auf und selbst bei den Kindern macht sich der Unterschied schon deutlich: „Jungen der 4. Schulklasse bekommen pro Monat durchschnittlich 16,25 Euro Taschengeld, Mädchen aber nur 11,94 Euro“, so Irmtraud Hövermann.  

Das Ungleichgewicht zeige sich auch in der Besetzung von Stellen in Wirtschaft und Politik: Nur jeder vierte Platz in den Gemeinde- und Stadträten sowie Kreistagen ist von einer Frau besetzt. Nur jede vierte Führungskraft der obersten Ebene in der Privatwirtschaft ist eine Frau.

„Diese Fakten und mehr machen einmal mehr deutlich, dass auf Worte Taten folgen müssen“, resümierte Marit Wulf das Gehörte. Dem Fachvortrag von Irmtraud Hövermann folgte eine sehr offene Diskussion mit dem Publikum, die doch mehr dem Vergleich gestern zu heute galt. Einig waren zum Schluss Referentin und Teilnehmer: Der Sozialverband und die LandFrauen arbeiten bei diesem Projekt im Konsens miteinander.

Ehrungen für den SoVD

Die Aula der Musikschule Lüneburg ist fast bis auf den letzten Platz besetzt. Auf der Bühne geben Flaggen von Europa, Deutschland und dem Landkreis Lüneburg der Veranstaltung einen offiziellen Rahmen. Schüler der Musikschule sorgen mit Cello, Harfe und Querflöte für feierliche Akkustik.

Es ist der Tag der Ehrenamtlichen. Der eine Tag im Jahr, bei dem der Landkreis Lüneburg Menschen auszeichnet, die ihre Freizeit dafür einsetzen, sich für andere zu engagieren. Auch in diesem Jahr waren wieder zwei Vertreter des SoVD mit dabei: Emil Höltig und Heinz-Jürgen Raulf.

„Sie machen unsere Region lebenswert und sorgen dafür, dass das Dorfleben funktioniert“, dankte Landrat Manfred Nahrstedt bei der Begrüßung allen Anwesenden. „Viele Menschen zeigen gern, was sie alles getan haben“, so Nahrstedt mit Blick auf die Selbstdarsteller in den neuen Medien. „Aber Sie tun das nicht.“ Das sei der Grund für diesen besonderen Tag: Um die zu ehren, die sich sonst bescheiden im Hintergrund halten. „Ohne Sie würden viele Dinge von der Schule über die Feuerwehr und den Sport bis hin zur Wohlfahrt heute nicht mehr funktionieren.“

Jeden einzelnen rief der Landrat nach vorn und umriss kurz die besondere Leistung der Geehrten. Insgesamt waren es 56 Menschen im Alter zwischen 15 und 84 Jahren, die sich über Kinogutscheine, Bildbände und Lüneburger Honig freuen durften. Verdient hätten es sicher noch viel mehr, aber jeder Verein oder Verband durfte nur zwei Personen vorschlagen. Sie stehen stellvertretend für Tausende von Ehrenamtlichen im ganzen Landkreis.

So wie auch Emil Höltig und Heinz-Jürgen Raulf stellvertretend für all die SoVD-Mitglieder stehen, die sich seit Jahrzehnten für soziale Gerechtigkeit einsetzen und das Leben in den Dörfern mit vielen Veranstaltungen interessanter machen.

Emil Höltig ist seit über zehn Jahren Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Hohnstorf-Echem und war bis Mitte des Jahres Beisitzer im Kreisvorstand. „Sie waren stets ein verlässlicher Ansprechpartner für ihre Mitglieder“, betonte Nahrstedt. Sein Kollege Heinz-Jürgen Raulf ist seit 2013 Vorsitzender des Ortsverbandes Neetze und hat in dieser kurzen Zeit so viel bewegt, dass die Mitgliederzahl des Ortsverbandes dramatisch angestiegen ist. „Auch Sie haben stets ein offenen Ohr für ihre Mitglieder“, dankte ihm Nahrstedt.

Ich werde behindert!

Die große rote Hand war schon vom Weitem zu sehen: Unverkennbar hielt sie die weiße Kugel mit dem SoVD-Logo zwischen Daumen und Zeigerfinder. Schon bald sammelten sich Dutzende von Neugierigen im Zelt neben der Hand um zu sehen, was denn hier los ist. „Ich bin nicht behindert – ich werde behindert“ war das Motto des Aktionstages auf dem Adendorfer Rathausplatz, zu dem der SoVD Kreisverband Lüneburg-Lüchow eingeladen hatte.

Die landesweite Kampagne soll den Druck auf die Politik erhöhen, in Sache Teilhabe und Barrierefreiheit endlich mehr zu unternehmen, denn: In Niedersachsen gibt es in diesem Bereich noch sehr viel zu tun“, sagt Kreisvorsitzende Elfi Rosin.

Zeitgleich zu der Unterstützerkampagne lief im Rathaus der Film „all inclusive“, eine locker-leichte Geschichte über und zum Teil auch mit Behinderten. Mit vor Ort war auch Regisseur Eike Besuden mit einem Team von Darstellern, die sich den Fragen der Zuschauer stellten. Unter den Besuchern war auch eine Gruppe der Lebenshilfe, die den Film mit wahrer Begeisterung verfolgte. „Endlich einmal ein Film über uns“, strahlte eine Besucherin.

Mehr als 100 Zuschauer verfolgten die erste Aufführung, der Sitzungssaal im Rathaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Wie geht es denn weiter?“ fragte ein Zuschauer, denn der Film endet offen. „Das wissen wir noch nicht“, gab Besuden freimütig zu. „Das Fernsehen will den Film nicht haben und für die Fortsetzungen fehlt es uns derzeit an Geld.“ Klar ist nur, dass am 27. September eine Dokumentation über den Werdegang des Films seine Kino-Premiere hat. „Damit werden wir auf Tournee gehen und hoffen, weitere Unterstützer zu gewinnen.“

Während im Sitzungssaal das Kino lief, ließen sich unten auf dem Rathausplatz etliche Menschen für die Unterstützerkampagne fotografieren. Die Bilder wurden live ins Internet gesendet und über einen großen Bildschirm konnten sich die Menschen über die Kampagne und deren Hintergrund und Unterstützer informieren.

Einer der ersten, der sich ablichten ließ, war Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack, der auch die Schirmherrschaft für den Aktionstag übernommen hatte. „Das ist eine gute Sache“, erklärte er. Der SoVD hatte das Rathaus erst kürzlich auf Barrierefreiheit unter die Lupe genommen und Maack hat die Kritikpunkte sehr ernst genommen und schon etliche Mängel behoben.

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Kostenloses SoVD-Pflegetagebuch hilft

Es ist ein Thema, an das niemand gern denkt: Krankheit, Unfall, Pflege. Die meisten Menschen werden damit konfrontiert wenn ältere Angehörige pflegebedürftig werden. Doch auch in jungen Jahren ist niemand vor einem Unfall gefeit. Obwohl das schon schrecklich genug ist, steht man plötzlich mitten im Paragrafendschungel ohne zu wissen, wie es weiter geht.

Der SoVD hat jetzt einen umfangreichen Ratgeber aufgelegt, der nicht nur genau erklärt, wer worauf Anspruch hat, sondern auch Fachbegriffe erläutert und Tipps zum Umgang mit den zuständigen Behörden gibt: Das SoVD-Pflegetagebuch.

Derzeit ist das Pflegetagebuch vergriffen, weil die Nachfrage so groß ist. Sie können es aber hier kostenlos herunterladen: Pflegetagebuch.

Der SoVD hat seit Anfang des Jahres zu mehreren Veranstaltungen zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht und 100 Jahren Frauen im SoVD eingeladen.

Lesen Sie hier Berichte und Informationen zur Veranstaltungsreihe.