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Artlenburg

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Ein Herz für die Gemeinschaft: Andrea Ehbrecht erneut zur Vorsitzenden gewählt

Andrea Ehbrecht ist vor allem eines wichtig: dass alle Menschen dazugehören. Unabhängig davon, wie viel Geld sie haben oder wie es um ihre Gesundheit steht. Als Vorsitzende des SoVD-Ortsverbandes Artlenburg setzt sie sich genau dafür ein – für Begegnung, Gemeinschaft und Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird. „Es ist so schön zu sehen, wie sehr sich die Menschen freuen, wenn sie zusammenkommen“, sagt sie.

Damit lebt der Ortsverband das Motto des Sozialverbands Deutschland ganz praktisch vor Ort: „Gemeinsam gegen einsam“. Ein Gedanke, der in Artlenburg längst mehr ist als ein Leitsatz – er gehört zum Alltag des Verbandslebens.

Kein Wunder also, dass die Mitglieder Andrea Ehbrecht bei ihrer Versammlung erneut zur ersten Vorsitzenden wählten. Vor der Wahl gab sie zu bedenken: „Ihr wisst ja, wie ich bin. Wir machen nicht viel – wollt ihr mich wirklich haben?“ Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Mehrere Mitglieder erhoben sich spontan und riefen: „Ja, das wollen wir.“ Am Ende war das Votum eindeutig.

Auch der restliche Vorstand bleibt im Amt: Christiane Strohschein steht weiterhin als stellvertretende Vorsitzende an Ehbrechts Seite. Theodor Schrör kümmert sich als Schatzmeister um die Finanzen, Ilse Bergstedt ist Schriftführerin und hat nun zusätzlich das Amt der Frauensprecherin übernommen. Als Beisitzer engagieren sich Wolfgang Bodendieck, Christa Dittmer und Inge Schmidt, Revisoren sind Monika Koop und Thomas Harms. Die Vorsitzende dankte ihrem Vorstandsteam. „Ohne Euch geht es einfach nicht“, sagte sie.

Dabei war das vergangene Jahr alles andere als ereignisarm. Gemeinsam stellte der Vorstand ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine. Dazu gehörte ein Vortragsabend über die DDR, bei dem ein Ortschronist aus Hagenow von seinen Begegnungen mit Zeitzeugen berichtete. Für Unterhaltung sorgte außerdem das Lüneburger Seniorenkabarett bei einer Mitgliederversammlung. Hinzu kamen eine Fahrt zum Steinhuder Meer und natürlich die traditionelle Adventsfeier.

Bei all diesen Veranstaltungen achtet Andrea Ehbrecht besonders auf eines: „Mir ist wichtig, dass alle mitfahren können und nicht womöglich wegen des Geldes zu Hause bleiben müssen“, betont sie.

Der Gedanke der Teilhabe reicht für sie aber noch weiter. Auch das Leben im Ort selbst liegt ihr am Herzen. „Das bedeutet für uns auch, die Gaststätten zu unterstützen“, sagt sie. „Hier findet das Dorfleben statt.“ Die Gemeinschaft in Artlenburg sei etwas Besonderes – und genau das gelte es zu bewahren.

Eigentlich hätten während der Versammlung auch einige Mitglieder für ihre langjährige Treue zum Verband geehrt werden sollen. Doch aus verschiedenen Gründen konnten sie nicht dabei sein. Für Andrea Ehbrecht kein Problem. Kurzerhand packte sie Urkunden, Ehrennadeln und kleine Geschenke ein – und brachte die Auszeichnungen persönlich bei den Geehrten vorbei.

Neues junges Vorstandsteam

„Seit 2009 stehe ich jetzt schon hier vorn und nun ist Schluss.“ Fred Siewers lächelt verschmitzt in die Runde. Der 15 Jahre lang war er Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Artlenburg und dies, so betonte er, sei der Maßstab für seine Nachfolgerinnen. „Ich danke meinen Vorstandskollegen: Ihr ward ein tolles Team.“

Sein letzter Jahresbericht war kurz und bündig: Mitgliederversammlung, Sommerfest und Jahresabschlussfeier waren gut besucht. Danach übergab Siewers die Versammlungsleitung an Kreisvorsitzenden Joachim Roemer.

Gespannt warteten die Mitglieder auf die Vorschläge für den neuen Vorstand. Als neue Vorsitzende schlug der Vorstand die 48-jährige Andrea Ehbrecht aus Brietlingen vor. „Diese Gemeinschaft ist mir sehr wichtig“, erklärte sie bei ihrer Vorstellung. „Und ich freue mich schon auf Eure Wünsche für Veranstaltungen, die uns alle bereichern werden.“ Einstimmig wählten die Mitglieder sie in ihr neues Amt. Ihr zur Seite steht künftig Christine Strohschein, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Neuer Schatzmeister ist Theo Schrör und Frauensprecherin bleibt Ilse Bergstedt. Der Posten des Schriftführers bleibt zunächst unbesetzt. „Da werden wir noch eine Lösung finden“, versprach Roemer. Beisitzer sind Thomas Harms, Wolfgang Bodendieck, Monika Koop und Christa Dittmer.

Roemer dankte den scheidenden Vorstandsmitgliedern und überreichte ihnen für ihren unermüdlichen Einsatz jeweils einen Präsentkorb. Für Siewers hatte er noch einen Blumenstrauß mitgebracht, den der scheidende Vorsitzende gleich an seine Frau weiterreichte.

Für langjährige Treue ehrte Roemer an diesem Nachmittag drei Mitglieder: Hartmut Köhler ist seit 30 Jahren im SoVD, Susanne Jakobsen und Helmut Kowalik seit zehn Jahren.

„Ich möchte ein großes Danke aussprechen, dass ich Fred kennenlernen durfte“, sagte Andrea Ehbrecht abschließend. „Ich freue mich schon jetzt darauf mit Euch allen schöne Zeiten zu verbringen.

"Wir brauchen dringend neue Leute"

„Ich möchte mich bei allen Helfern bedanken vom Zeitungsausträger über das Orga-Team bis hin zu denen, die uns mit sonst irgendwie unterstützen.“ Fred Siewers, Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Artlenburg schaut in die Runde seiner Mitglieder. Trotz der zwei Jahre Pandemie – oder vielleicht auch gerade deswegen – ist der Saal des Schützenhofes in Artlenburg bis auf den letzten Platz besetzt. Es ist die erste Zusammenkunft seit zwei Jahren.

„Wir konnten kaum Veranstaltungen machen“, erinnerte er sich in seinem Jahresbericht. „Wir haben es immer wieder versucht, doch die Zahlen haben uns einen Strich durch die Rechnungen gemacht.“ Trotzdem sind die rund 250 Mitglieder dem Verband treu geblieben. Siewers warb für die Arbeit im Vorstand. „Wir brauchen dringend neue Leute“, sagte er. „Denn wir werden alle nicht jünger.“

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen bestätigten die Mitglieder Siewers erneut im Amt. Sein Stellvertreter bleibt Thomas Harms, Schatzmeisterin Susanne Chuchra, Schriftführerin Annemarie Horstmann und Frauensprecherin Ilse Bergstedt.

Für das laufende Jahr hat der SoVD-Artlenburg bereits einige Veranstaltungen geplant. Dazu gehören eine Bootsfahrt durch Schleswig-Holstein und die Weihnachtsfeier, „falls Corona uns das erlaubt“.

Gäste des Nachmittages waren der stellvertretende Kreisvorsitzende Stephan Cardinahl und die Kreisfrauensprecherin Brunhilde Ernst. „Wir haben früher gegen Katemin Fußball gespielt und immer verloren“, scherzte Siewers, als er Cardinahl das Wort übergab. Der stellvertretende Kreisvorsitzende berichtete, dass der Kreisverband aktuell rund 8700 Mitglieder hat und sechs Ortsverbände auflösen musste, weil sich kein Vorstand mehr gefunden habe. „Es ist schön zu sehen, dass es hier noch klappt“, lobte er die Artlenburger. Er warb für das Servicetelefon und sagte zum Schluss: „Ich danke Euch für alles, was Ihr hier vor Ort getan habt, ganz egal, was es war.“

Kreisfrauensprecherin Brunhilde Ernst berichtete von der aktiven Frauengruppe auf Kreisebene und dass sie dank Videokonferenzen auch recht gut durch die Pandemie gekommen sei. „Wir Frauen waren ja schon oft Vorreiter und hier waren wir es sogar bei der Technik.“ Sie warb für die Teilnahme an der Frauengruppe, die unverbindlich sei. „Je mehr wir sind, desto besser."