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Aktuelles

Edeltraud Kassebaum geht in den ehrenamtlichen RuhestandAbschied nach 26 Jahren

Gekommen war allerdings der Ortsvorsteher der Gemeinde Walmsburg, Wilhelm Kastens. „Ich finde, wir als Politiker und Gemeinde sollten uns beim Sozialverband bedanken“, erklärte er. „Früher hatten wir noch die Zeit Menschen bei Fragen der Rente zu beraten und zu helfen, doch heute ist das kaum mehr möglich.“ Für ihn nehmen die Senioren eine wichtige Rolle in der Gemeinde ein. „Wir geben viel Geld für Kinder aus und das ist auch gut so“, sagte er. „Aber manchmal wäre mir wohler, wenn wir etwas mehr Augenmerk auf die ältere Generation legen würden.“

Die turnusgemäßen Vorstandswahlen nahm Cardinahl zum Anlass, sich bei allen zu bedanken, die sich für den Ortsverband in den vergangenen Jahren engagiert haben – sei es nun durch Vorstandsarbeit oder auch mit dem Austragen der SoVD-Zeitung. Jeder bekam Blumen und kleine Gutscheine. Besonders dankte er seiner scheidenden Stellvertreterin Edeltraud Kassebaum, die nach 26 Jahren in den ehrenamtlichen Ruhestand geht: „Das wird sehr schwer für mich, weil Du immer an wirklich alles gedacht hast.“

Viel Dank für die engagierten Mitglieder in BleckedeEhrenamt nicht mehr salonfähig?

Franz Conzem dankte jedem Vorstandsmitglied namentlich für die Arbeit, die sie in den vier Jahren seiner Amtszeit geleitstet hatten und fand für jeden noch ein persönliches Wort des Dankes. Er und seine Frau erhielten von Hans-Jürgen Otte einen kleinen Gutschein, der ihnen den Abschied versüßen sollte.

Cardinahl berichtete aus dem Kreisvorstand von den Erfolgen der SoVD-Rechtsberater vor Gericht und bei den Behörden. „Wir hatten 682 Anträge, 309 Widersprüche und 271 Klagen“, zählte er auf. „Insgesamt wurden knapp 2 Millionen Euro für unsere Mitglieder erstritten.“ Trotzdem gehe man schweren Zeiten entgegen. „Das Ehrenamt ist nicht mehr salonfähig“, bedauerte Cardinahl. „Trotz der rund 9000 Mitglieder im Kreisverband Lüneburg-Lüchow finden sich immer weniger Menschen, die in den Ortsvereinen Ämter übernehmen wollen.“

Die stellvertretende Bürgermeisterin, Anja Hinners, dankte dem Sozialverband für sein Engagement für die Bleckeder Bürger. „Sie sind eine starke Stimme für soziale Gerechtigkeit und ich freue mich, dass es hier in Bleckede nach wie vor einen Ortsverband gibt.“

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung wurden noch besonders treue Mitglieder geehrt. Für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Erhard Popp, Elke Bostelmann, Gunda Gerstenkorn und Grete Burghard Urkunden und Ehrennadel des SoVD. „Danke. dass Sie dem SoVD so lange die Treue gehalten haben“, sagte Cardinahl. „Das ist heute nicht mehr selbstverständlich.“

Vorfreude auf die Feier zum 75. Bestehen

Nicht ohne Stolz berichtete Franz von den unterschiedlichen Aktionen des SoVD-Lüneburg im vergangenen Jahr. Von Vorträgen zu Themen wie Alterslotsen oder Diabetes über Frauenengagement am Equal-Pay-Day bis hin zu Sternfahrt nach Hannover, wo der „Inklusionspreis“ verliehen wurde. „Ebenfalls präsent waren wir beim 19. Lüneburger Stadtteilfest in Kaltenmoor“, so Franz weiter. „Dort stellten wir unsere Sozialarbeit vor, aber auch Spaß war mit eingeplant.“ Bei der jährlichen Feier zum Volkstrauertag hielt Bruno Franz die offizielle Ansprache zum Volkstrauertag auf dem Zentralfriedhof in Lüneburg.

Auch für dieses Jahr hat sich der Ortsverband Lüneburg viel vorgenommen: Informationsnachmittage mit den Themen Pflegeversicherung und Patientenverfügung stehen ebenso auf dem Programm wie die „Tanz Treffs für Jedermann“. „

„Der Höhepunkt soll unsere Feier zum 75-jährigen Bestehen des Ortverbandes Lüneburg sein“, verkündete Franz. „Bereits jetzt haben wir viele Zusagen von Verbänden und aus der Politik, sowie vom SoVD-Präsidenten und vom Landesvorsitzender aus Niedersachsen“.

Der Bürgermeister der Hansestadt Lüneburg, Ulrich Löb, bedankte sich für die Arbeit des SoVD Ortsverbandes vor Ort: „Sie setzten sich nicht müde werdend, für die sozialen Probleme in unserer scheinbar immer kälter werdenden Gesellschaft ein.“

Mitgliederzuwachs in Neetze

Wie auch schon in den Vorjahren ist der Ortsverband weiter auf inzwischen 230 Mitglieder angewachsen. „Mir scheint, dass das Soziale in unserer Gesellschaft immer häufiger zu kurz kommt, deshalb treten die Leute bei uns ein“, sagte Raulf bei seinem Jahresbericht.

Diese Meinung teilte auch Helmut Kowalik: „Unsere rund 9000 Mitglieder kreisweit zeigen, dass Sozialpolitik dieses Engagement braucht.“ Bei aller politischen Arbeit dürfe man jedoch vor Ort nicht vergessen, dass Menschen einander brauchen. „Denkt bitte an das Thema Einsamkeit im Alter.“

Neetzes Bürgermeister Karsten Johansson berichtete von aktuellen Vorhaben, wie etwa dem Kreiselbau am Baugebiet Barskamper Weg und dem Umbau des Dorfgemeinschaftshauses. Er dankte dem SoVD für seine Arbeit und betonte: „Ihr bereichert unseren Ort durch Euer Engagement.“ Auch Thomasburgs Bürgermeister Dieter Schröder lobte Raulf du sein Team. „Ihr habt alle so gut gearbeitet, da werden bestimmt alle gleich wiedergewählt.“ Brigitte Mertz berichtete für die Samtgemeinde vom geplanten Großumbau der Neetzer Grundschule.

Im Verlauf des Nachmittages wurden außerdem besonders treue Mitglieder des SoVD geehrt: Zehn Jahre dabei sind Annegret und Heinz-Jürgen Raulf Raulf, Iris und Wolfgang Holzmann, Cornelia Krüger, Ulrich Schweppe und das jüngste Mitglied des Ortsverbandes, Lukas Hauser. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Ursula Krönke geehrte und für 35 Jahre Friedrich Hagemann.