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Marschacht-Tespe und Umbegung

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Kein neuer Vorstand in Marschacht

Seit 26 Jahren ist Detlev Zastrow im Vorstand des SoVD-Ortsverbandes Marschacht-Tespe und Umgebung und seit zehn Jahren Vorsitzender. Vor fünf Jahren fing er an, nach einem geeigneten Nachfolger zu suchen, doch bislang ohne Erfolg. Bei der ersten Mitgliederversammlung seit Corona teilte Zastrow jetzt schließlich mit, dass er als Vorsitzender nicht mehr zur Verfügung stehe. „Irgendwann muss man auch mal sagen, dass die Reise zu Ende ist“, sagte er. Er dankte seinen Vorstandskollegen für die Unterstützung und seinen Mitgliedern, dass „sie mich ertragen haben“.

Die Vorstandsarbeit sei während der Pandemie sehr stark eingeschränkt gewesen, berichtete Zastrow aus den letzten drei Jahren. „Aber wir haben weiterhin unsere Hausbesuche gemacht und sind mit den Mitgliedern auch telefonisch in Verbindung geblieben.“ 182 Mitglieder hat der Ortsverband derzeit, 2019 waren es noch 178. Das traditionelle Sommerfest, die Jahresabschlussfeiern und der Infostand mussten genauso ausfallen, wie geplante Vorträge.

Gast der der Versammlung war Kreisvorsitzende Elfi Rosin, die Zastrow für sein Engagement dankte. „26 Jahren sind wirklich eine sehr lange Zeit“, sagte sie. „Heute stehen zwar Wahlen auf dem Programm, aber vermutlich wird sich wohl leider kein neuer Vorstand finden“, bedauerte sie. Sie erläuterte, dass der alte Vorstand in so einem Fall für drei Monaten im Amt bleibt und dann neu über die Zukunft des Ortsverbandes entschieden werde. Im Zweifelsfalle werde er aufgelöst und die Mitglieder dem nächstmöglichen  Ortsverband in der Nähe zugeordnet. „Ich habe schon ein bisschen Trauer in meinem Herzen“, sagte sie. „Ich begleite diesen Ortsverband jetzt seit 16 Jahren und ich wünsche mir wirklich, dass sich noch jemand findet, der hier weitermacht.“

Doch bei den anstehenden Wahlen fand sich niemand, der die Vorstandsarbeit fortsetzen wollte. Weder als Vorsitzender noch auf irgendeinem anderen Posten. Auch konnte der Vorstand nicht entlastet werden, da nach drei Jahren ohne Versammlung noch nicht alle Prüfungen abgeschlossen werden konnten, die dafür erforderlich sind. Elfi Rosin schlug daher vor, diesen Punkt auf die nächste Versammlung zu vertagen, die ja in den kommenden Monaten stattfinden werde.

„Es ist eine traurige Zeit“, kommentierte Zastrow bedrückt. Doch er dankte der Kreisvorsitzenden mit einem Blumenstrauß für ihren Einsatz für den Ortsverband.