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Bericht Kreisvorsitzende Elfi Rosin

Zurückschauend auf die Zeit ab 2006 kann festgestellt werden, dass jede der drei Perioden, in der ich die Ehre hatte, den SoVD-Kreisverband Lüneburg - bzw. seit 2010 den  SoVD-Kreisverband Lüneburg-Lüchow als 1. Vorsitzende leiten zu dürfen, ihre eigenen Schwerpunkte und Themen zu bearbeiten hatte.

In Stichworten:

2006 – 2010:
Vertrauen schaffen: Rückkehr zur Sacharbeit im Haupt- und Ehrenamt, Stärkung der Zusammenarbeit mit dem SoVD-Landesverband

2010 – 2014:
Zusammen wachsen: Zwei sehr unterschiedlich strukturierte Kreisverbände im Wendland und im Lüneburger Raum bilden den neuen SoVD-Kreisverbandes Lüneburg-Lüchow

2014 – 2018:
Neu ausrichten: der ehrenamtlichen Arbeit mit Blick auf sozialpolitische Aktionen und Beachtung der satzungsgemäßen Aufgabenstellung - der Kreisverband wird politischer - Digitalisierung

Die letzten Jahre sind wie im Flug vergangen, viele Aufgaben galt es zu bewältigen. Sozialpolitische Arbeit ist mehr in den Fokus gerückt. Kommunal-, Bundestags- und Landtagswahl boten vielfältige Möglichkeiten, mit der Politik ins Gespräch zu kommen.

Wachsamkeit bei den Finanzämtern bundesweit in Bezug auf Überprüfung der Gemeinnützigkeit erforderte auch ein Umdenken im SoVD Niedersachsen e.V., also auch in unserem Kreisverband.

Mancher Ortsverband stellte sich die Frage: Will man uns die Geselligkeit nun streitig machen? Wie ist das denn nun mit Spielenachmittagen?  Kaffeenachmittage, Ausfahrten und Erholungsfahrten? Wird es solche Veranstaltungen dann noch geben?

Aber ja! Niemand möchte den Mitgliedern in den Ortsverbänden diese liebgewordenen Veranstaltungen wegnehmen, trägt das gemeinsam Erlebte auch dazu bei, Kontakte zu finden und zu festigen. Niemand muss im SoVD allein sein!

Aber – unsere Satzung erfordert nun einmal auch die Umsetzung von gesetzten Zielen, damit die Gemeinnützigkeit unseres Verbandes nicht infrage gestellt werden kann.

Im Kreisvorstand haben wir Überlegungen darüber angestellt, wie wir das Thema „Satzungsgemäße Aufgaben in den Ortsverbänden“ weiter vermitteln können.

Im Ergebnis haben wir dann unseren 26 Ortsverbänden im letzten Jahr und auch im Jahre 2016 jeweils eine Arbeitstagung zum Thema „Wie kann ehrenamtliche Arbeit im SoVD gut aufgestellt sein?“ unter Leitung des Regionalleiters Herrn Sobottka und mir als 1. Kreisvorsitzender angeboten.

Nach einer Erläuterung der satzungsgemäßen Aufgaben hatten die Vertreterinnen und Vertreter aus den Ortsverbänden Gelegenheit, in kleinen Gruppen praktische Beispiele zu erarbeiten und schriftlich darzustellen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten zur Arbeitserleichterung eine namentliche Referentenliste - aufgeteilt nach den Gebieten Wendland und Lüneburg - sowie Angaben zu möglichen Themenbereichen. Im Nachhinein wurden ein Protokoll sowie Bilder der Veranstaltung an die teilnehmenden Ortsverbände versandt.

Leider haben nicht alle Ortsverbände an dieser Arbeitstagung teilgenommen bzw. konnten nicht alle Ortsvorstände teilnehmen.

Nachdem zwischenzeitlich neue Mitglieder in die OV-Vorstände gewählt worden sind, besteht die Möglichkeit, durch Wiederholung der Arbeitstagung das wichtige Thema „satzungsgemäße Aufgabenstellung“ erneut anzugehen und zu vertiefen.

Klar ist dennoch, dass in den Ortsverbänden in der Vergangenheit durchaus satzungsgemäße Aufgaben erfüllt wurden, aber nicht immer dokumentiert worden sind.

Erfreulich ist aber schon jetzt, dass sich die Arbeit in einigen Ortsverbänden im positiven Sinne verändert hat. So werden beispielsweise in einigen Ortsverbänden eigene Aktionen durchgeführt.

Beispiele dafür sind: 

Equal Pay Day:
Verteilung von roten Taschen in Einkaufszentren und Marktplätzen, z.T. zusätzlich zusammen mit roten Rosen 

Beteiligungen an Aktionen des Landesverbandes:
- ÖPNV-Sternfahrt nach Hannover vom OV Gellersen,
- Auftaktveranstaltung Kampagne „Ich bin nicht behindert, ich werde    behindert“ vom OV Dannenberg

Vernetzung /gemeinsame Aktionen:
„Dialog mit Senioren“ regelmäßige Veranstaltungen des dortigen Ortsverbands mit der Gemeinde Adendorf

Barrierefreiheit:
Überprüfung der Verkehrsflächen im Rathaus Adendorf und der Bücherei gemeinsam mit dem Behindertenbeauftragten der Gemeinde

Daseinsvorsorge:
Protest gegen die Schließung der Sparkassenfiliale in Katemin/NeuDarchau

Sozialpolitik:
Schriftlich formulierte Forderungen des SoVD verteilt an die etablierten Parteien zu den Kommunal-, Bundes- und Landtagswahlen

Vorträge:
Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Ernährung und Bewegung im Alter, Aufklärung-Enkeltrick, Demenzerkrankungen, Sicherung der Häuser gegen Einbruch, häusliche Pflege/stationäre Pflege, Themenabende, Hausnotrufeinrichtungen, Mehrgenerationenhäuser, Arbeit in Frauenhäusern, Ernährung und Bewegung im Alter

Gesellschaft:
Frühstück für Frauen und Frühstück für alle mit Vorträgen

Kino-Projekt:
Vertiefung von gesellschaftlichen und geschichtlichen Themen in Filmen und anschließender Diskussion

Information:
Wanderausstellung über 100 Jahre SoVD/Reichsbund

Ziel des Kreisvorstandes ist, dass letztlich alle Ortsverbände die Vorgaben unserer SoVD-Satzung aufgreifen und damit die anerkannte Gemeinnützigkeit des SoVD sichern. Die Zusammenarbeit mit unseren 26 Ortsverbänden ist -  bis auf eine Ausnahme - durchweg gut. Und diesen einen Ortsverband noch zu überzeugen, nehmen wir als zusätzliche Motivation und Herausforderung an.

Die Arbeit des Kreisvorstandes wurde intensiviert durch Öffnung nach außen. Die Vernetzung z.B. mit dem DGB hat sich bewährt. Podiumsdiskussionen im Bereich Lüchow-Dannenberg, „Runder Tisch“ mit Bundestagsabgeordneten und der Landeszeitung waren die Folge. Das Versenden von Wahlforderungen des SoVD anlässlich der unterschiedlichen Wahlen sowie Diskussionen von ehrenamtlichen Kreisvorstandsmitgliedern an der Ständen der Parteien gehören zu den sozialpolitischen Aktivitäten, wie auch Gespräche mit gewählten Landes- und Bundestagsabgeordneten.

Der SoVD mischt sich ein:  So wurden in einigen Orten Wahllokale auf Barrierefreiheit überprüft, mit der Aktion in der Bäckerstraße in Lüneburg haben wir mit großen gelben Kreisen auf das Recht zur Teilhabe hingewiesen und damit gleichzeitig die aktuelle Kampagne des SoVD „Ich bin nicht behindert - Ich werde behindert“ eingeläutet.

Gelegentlich wird die Kreisvorsitzende von anderen Institutionen eingeladen, den SoVD vorzustellen oder zu Themen wie „Kinderarmut“ zu referieren, diese Einladungen werden gern angenommen.

Die fortlaufende Präsenz in der Landeszeitung und auch in der EJZ sind ein Indiz dafür, dass der SoVD in der Öffentlichkeit bemerkt wird und seine Arbeit Anerkennung findet. Dazu gehört auch die Auszeichnung der Kreisvorsitzenden zur „Bürgerin des Jahres 2017“ mit der Verleihung des Sülfmeisterringes. Die Laudatio dazu hielt unser Landesgeschäftsführer Dirk Swinke.

Die 100-Jahrfeier des SoVD wurde gemeinsam mit dem Nachbarkreis dem SoVD Harburg-Land im altehrwürdigen Glockenhaus in Lüneburg gefeiert und alle kamen: Adolf Bauer, Dirk Swinke, Dirk Kortylak, Vorsitzende aus den Nachbarkreisen, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Landräte und Bürgermeister. Die Zeitreise, vorgetragen von Jürgen Groth und Elfi Rosin, begleitet von Musik am Flügel und Gesang aus den letzten 100 Jahren erfreuten die gut 140 Gäste.

Ein guter Informationsaustausch zwischen Landesverband und Kreisverband ist dadurch gegeben, dass die Kreisvorsitzende Mitglied im Geschäftsführenden Landesvorstand und Vorsitzende des Sozialpolitischen Ausschusses (SPA) ist. Auch die Mitgliedschaft im Bundesvorstand und im Sozialpolitischen Ausschuss des Bundesverbandes sowie die turnusmäßigen Treffen der sozialpolitischen Sprecher innerhalb des Bundesverbandes ermöglichen es, in der Sozialpolitik auf dem Laufenden zu sein und erleichtern uns die Arbeit hier vor Ort.

Die Mitarbeit in der BZA Lüneburg mit seinen 10 Kreisverbänden ist für uns selbstverständlich. Regelmäßige Berichte aus dem Sozialpolitischen Ausschuss (SPA) anlässlich dieser Treffen werden von mir, in meiner Eigenschaft als Vorsitzende des SPA, gern verfasst und erläutert.

Auch Kontakte zu den Paritäten, zum DGB, den Jobcentren, den Nachbar-SoVD-Kreisverbänden, der Stadt und dem Landkreis Lüneburg den Frauenhäusern und anderen Institutionen gehören zum Alltag.

Vier nicht sehr einfache Jahre hatte der Geschäftsführende Kreisvorstand zuletzt zu bestehen:

Beide ursprünglich gewählten zweiten Vorsitzenden hatten lange Zeit mit Erkrankungen zu kämpfen, so dass beide ihre Arbeit nicht wie vorgesehen erledigen und vorzeitig beenden mussten. Für mich persönlich war der Einsatz von Stephan Cardinahl als 2. Vorsitzender im Jahre 2017 eine echte Entlastung und auch Freude.

Die Organisation der Besuche der Ortsverbände anlässlich ihrer Mitgliederversammlungen innerhalb des GKV gestaltete sich dennoch als eine nicht einfach zu bewältigende Aufgabe.

Die Vorbereitung und Durchführung der 100-Jahrfeier bündelte im Jahre 2017 viele Kräfte. Die  gute Zusammenarbeit innerhalb des Geschäftsführenden Kreisvorstandes, von Haupt- und Ehrenamt bewährte sich ein weiteres Mal, ebenfalls auch die reibungslose Durchführungsarbeit mit dem 1. Kreisvorsitzenden des SoVD Harburg-Land Jürgen Groth. Allen, die an dem Gelingen des Festes beigetragen haben, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

Die Beratungsarbeit und Verfahrensführung für unsere Mitglieder erfolgt derzeit in zwei Beratungsbüros in Lüneburg und Lüchow.

Die Mitgliederzahl des gesamten Kreisverbandes ist stabil und seit Jahren leicht ansteigend, sie darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mitgliederentwicklung regional sehr unterschiedlich ist. Zum Jahresende hat unser Kreisverband um die 9.000 Mitglieder. Mit lediglich 1.650 Mitgliedern ist diese Zahl aus dem Bereich Lüchow-Dannenberg rückläufig– siehe hierzu auch anliegende Statistik über Mitgliederentwicklung.

Der Kreisvorstand legt sehr viel Wert auf eine gute Arbeit und Dienstleistung für unsere Mitglieder. Die Nachfrage in Bezug auf Sozialberatung und Verfahrensführung und auch das Angebot zur Erstellung von persönlichen Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten ist angestiegen. In Anbetracht der knappen Personaldecke und in auch Vertretungssituationen durch längerfristige Erkrankungen kann es leider zu längeren Wartezeiten kommen. Eine fristwahrende Hilfeleistung ist aber in jedem Fall möglich.

Um die Wartezeit, insbesondere an den offenen Sprechtagen, für unsere Mitglieder leichter zu gestalten, gibt es unseren SoVD-Info-Bildschirm mit aktuellen Nachrichten vom SoVD und aus aller Welt.

Nach und nach sind nunmehr fast alle Ortsverbände per Mail zu erreichen. Das erleichtert uns die zeitnahe Information über sozialpolitische Ereignisse und Stellungnahmen hierzu durch den SoVD-Landesverband.  Auch Informationen für die Ortsverbände müssen nicht immer postalisch zugestellt werden und so können Portokosten eingespart und eine schnelle Information ermöglicht werden.

Insbesondere in den letzten zwei Jahren wurde die Öffentlichkeitsarbeit intensiviert. Viele Artikel in der regionalen Presse, insbesondere der LZ und der EJZ berichteten über Aktivitäten des Kreisverbandes und Veranstaltungen der Ortsverbände.

Ebenfalls wurde an der Aktualisierung des Internetauftritts des Kreisverbandes gearbeitet, wobei wir sachkundige Unterstützung haben.

Seit Januar 2018 werden sehr zeitnah Berichte z.B. über Mitgliederversammlungen - unabhängig von den Artikeln in der Presse ins Netz auf der Internetseite des SoVD- Kreisverbandes Lüneburg-Lüchow gestellt. So wurde über die SoVD-Kino-Angebote des OV Adendorf – offen auch für Mitglieder anderer Ortsverbände – regelmäßig berichtet. Auch andere Veranstaltungshinweise werden gern aufgegriffen, hier ist aber die frühzeitige Zuarbeit durch die Veranstalter erforderlich. Der Kreisvorstand freut sich über Hinweise auf Veranstaltungen in unserer Region oder aber über durchgeführte Aktionen z.B. anlässlich von Messen oder Dorffesten.

So können Mitglieder über die Aktivitäten in Ortsverbänden und des Kreisverbandes auf dem Laufenden gehalten und Anregungen weitergegeben werden.

Zurückschauend kann ich feststellen, dass unser Kreisverband sich ein gutes Stück weiter als moderner Verband präsentiert hat. Wir werden in der Politik und auch bei den Bürgerinnen und Bürgern vor allem in den Orten, in den aktive Arbeit geboten wird, vermehrt wahrgenommen.

Die Finanzlage des Kreisverbandes ist derzeit noch als gut zu beschreiben. Allerdings ist zu beachten, dass unsere Rücklagen durch verschiedene Ausgaben wie z.B. erneute Anschaffungen im Bereich der Bürotechnik, zu einem großen Teil abgeschmolzen sind. Sparsamkeit wird auch künftig erforderlich sein. Allerdings haben wir durch den finanziellen Einsatz sehr gut ausgestattete, moderne Büros zu Verfügung und das stellt eine gute Basis für die nächsten Jahre dar.

An dieser Stelle darf ich unserem Schatzmeister Claus-Dieter Schmidt - der nach 16 Jahren Tätigkeit nicht mehr für eine weitere Periode für das Amt des Schatzmeisters zur Verfügung steht -  für seine hervorragende Arbeit zum Wohle unseres Kreisverbandes  sehr herzlich danken.

Wir freuen uns auch, dass neu gewählte Mandatsträger sich bei uns aus eigenem Antrieb vorstellen. Zurückzuführen ist dieser Erfolg auf die gemeinsame Bewältigung der anstehenden Aufgaben durch gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes und gemeinsam von allen Beteiligten des Haupt- und des Ehrenamtes. Gemeinsam sind wir stark!

Besonders bedanken möchte ich mich bei allen meinen Kollegen und Kolleginnen des Kreisvorstandes sowie dem Regionalleiter Frank Sobottka, der Geschäftsstellenleiterin Frau Beate Lockemann und dem gesamten Team für Zuverlässigkeit, für Freundlichkeit, für Sachkunde, für Hilfsbereitschaft, für Diskussionsfreudigkeit und Entschlusskraft!

Aus den Ortsvorständen höre ich auch Lob für die gute Zusammenarbeit bzw. freundliche Zuarbeit der Verwaltungsmitarbeiterinnen. Auch hierfür meinen herzlichen Dank!

Die vergangenen vier Jahre waren angefüllt mit reichlich Arbeit aber auch mit viel Freude, Erfolg sowie besonderen Begegnungen und Ereignissen.  Ich hatte das Glück, viele interessante Menschen kennenlernen und mit ihnen zusammenarbeiten zu dürfen.

Kritik und Anregungen sowie Hinweise auf Ungerechtigkeiten habe ich gern aufgegriffen. Gespräche mit Bürgermeistern, Vertretern anderer Institutionen und mit Vorstandsmitgliedern aus Ortsverbänden haben Anregungen für künftige Arbeit vermitteln können.  Auch Anerkennung und Dankbarkeit von Seiten der Mitglieder für die Arbeit des SoVD waren motivierend. Dafür bin ich dankbar.

Zu guter Letzt bedanke ich mich auch bei der Geschäftsführung des Landesverbandes Niedersachsen e.V. und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für manche Unterstützung, offenes Ohr und Wort und die vertrauensvolle Zusammenarbeit!