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Seit Anfang des Jahres hat der SoVD zu verschiedenen Veranstaltungen zum Thema Frauenrechte eingeladen.

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Mehr Licht in Neu Darchau

Immer wieder hat der SoVD Katemin das Fehlen einer Beleuchtung an der Turnhalle in Neu Darchau bemängelt. Nun hat Vorsitzender Stephan Cardinahl endlich Erfolg: Seit dem 1. März steht direkt am Eingang der Turnhalle eine große Straßenlaterne. "Ich danke der Gemeinde und die Samtgemeinde, dass sie den Parkplatz für alle sicherer gemacht hat", freute sich Cardinahl.

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Seit über 100 Jahren steht der Sozialverband für den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit. Wir unterstützen unsere Mitglieder in allen sozialrechtlichen Fragen. Sei es nun Rente, Arbeitslosengeld, Krankenversicherung, Pflege, Sozialhilfe oder Behinderung – wir sind für unsere Mitglieder da.

Allein im vergangengen Jahr haben wir vor Gericht 2,02 Millionen Euro für sie erstritten. Im Beratungszentrum an der Ratsmühle in Lüneburg arbeitet unsere Juristen und Sozialberater beständig daran, Ihr Recht durchzusetzen. Wir mischen uns für Sie in die große und kleine Politik ein und setzen Zeichen für Benachteiligte.

In unseren 26 Ortsvereinen finden Sie Gleichgesinnte, mit denen Sie sich sozialpolitisch austauschen oder auch einfach einmal einen geselligen Tag verbringen können. Hier werden Fachvorträge, Informationsreisen oder auch Aktionen für den SoVD direkt in Ihrer Gemeinde angeboten.

Machen Sie mit, denn Gemeinschaft macht stark.
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Ihre Elfi Rosin (Kreisvorsitzende)


"Ohne Euch wären wir verloren gewesen"

Otto Wachowski aus Bleckede erzählt, wie ihm der SoVD geholfen hat

„Ohne Euch wären wir damals verloren gewesen.“ Otto Wachowski kann sich noch gut an die Zeit vor über 70 Jahren erinnern. Die Zeit nach dem Krieg, die Zeit, als der Reichsbund – heute Sozialverband – gegründet wurde. „Ihr habt uns all die Jahre geholfen“, sagt er und deutet mit der Prothese seiner linken Hand auf Kreisvorsitzende Elfi Rosin und Ortsvorsitzenden Franz Conzem. Die beiden haben Otto Wachowski Zuhause besucht, um ihm als kleine Anerkennung für seine Treue Urkunde, Ehrennadel und einen großen Blumenstrauß zu bringen.

„Damals, als das neue Geld kam, da wurde auch dieser neue Verein gegründet, der sich um die Kriegsveteranen, Witwen und Waisen kümmerte“, erzählt Wachowski, als sei es gestern gewesen. In einer Gastwirtschaft in Barskamp habe man sich zur Gründungsversammlung getroffen. „Da blieb kein Platz frei“, sagt Wachowski. Der damalige Kreisvorsitzende war mit dem Fahrrad aus Lüneburg gekommen. „Und das, obwohl er ein steifes Bein hatte.“

Er selbst ist sofort eingetreten. Wie viele andere in dem Raum hatte er eine lange Geschichte mit Leid und Elend hinter sich. Otto Wachowski wurde im ostpreußischen Dorren in den Masuren geboren. Er hatte nur wenige Monate vor Kriegsende seine linke Hand im Gefecht verloren, doch ein Schuhmachermeister in Issigheim baute ihm eine pfiffige Leder-Prothese. Wachowski hat sie bis heute als Erinnerung behalten. Er fand Arbeit in der Landwirtschaft und schließlich kam auch sein Bruder aus dem Krieg zurück.

Gemeinsam fanden sie ihren Vater in Köstorf, der am liebsten nach Polen zurückgekehrt wäre. Doch Otto Wachowski hatte die politische Lage im Blick und warnte den Vater. Schließlich zog er 1946 selbst los, um seine Mutter und die Geschwister zu retten. „War es Gottes Fügung oder Zufall?“, fragt sich Wachowski heute, wenn er an die abenteuerliche Flucht quer durch besetztes Gebiet zurückdenkt. Doch schließlich fand sich die ganze Familie in Köstorf ein.

Wachowski schaute in die Zukunft. Er wollte umschulen von Landwirt auf Schweißer. Mit nur einer Hand wollte ihm diese Umschulung aber niemand bezahlen. Und das, obwohl er sich inzwischen etliche Werkzeuge für seine Prothese gebaut hatte und geschickt damit umging. „Der Reichsbund hat sich damals für mich eingesetzt“, erinnert sich Wachowski. „Die haben den gesamten Papierkram erledigt und schließlich durfte ich Schweißer werden.“

Heute lebt Otto Wachowski in seinem Haus in Bleckede. Auch wenn die Gesundheit nicht mehr ganz so mitspielt, kann er doch viele Geschichten erzählen. Manche davon hat er sogar aufgeschrieben.


Neuer Vorsitzender in Gellersen

Heiligenthal. „Wir wählen hier heute außerplanmäßig aus einem sehr traurigen Anlass.“ Mit diesen Worten eröffnete die SoVD-Kreisvorsitzende Elfi Rosin die Wahl  für den neuen Vorsitzenden des Ortsverbandes Reppenstedt-Gellersen. Nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden Hinrich Gehrmann im Januar musste ein neuer Kandidat gefunden werden. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Hans-Heinrich beim Graben schloss die Lücke. Neuer Stellvertreter wurde Wolfgang Krüger. Beide wurden einstimmig ins Amt gewählt. Damit ist der Vorstand auch offiziell wieder komplett.

„Die letzten Monate waren nicht einfach für den Ortsverband, aber der Vorstand hat das wirklich gut gemacht“, lobte Elfi Rosin. Denn der SoVD Reppenstedt ist auf einem guten Weg. „Wir haben derzeit 467 Mitglieder, das ist der höchste Stand seit dem Bestehen des Ortsverbandes überhaupt“, berichtete Schriftführerin Marit Wulf. „Wir hatten allein im vergangenen Jahr 51 Neueintritte.“ Alle Veranstaltungen – ob nun politisch oder gesellig - seien ausgesprochen gut besucht gewesen.

Lob bekam der SoVD auch von Samtgemeindebürgermeister Josef Röttgers. Der SoVD stehe für den Einsatz der sozial Schwache im Land, das brauche die Gesellschaft heute mehr denn je. „Die Juristen des Regionalbüros haben sehr viel zu tun und dass, obwohl es unserem Land doch eigentlich gut geht“, sagte er. Er dankte den Ehrenamtlern vor Ort und mahnte: „Man sollte immer auch daran denken zu geben und nicht nur zu nehmen.“

Für die vier Bürgermeister der Samtgemeinde sprach Südergellersens Gemeindeoberhaupt Steffen Gärtner dem Sozialverband sein Lob aus. Er bot auch an, den SoVD in die politische Arbeit zu integrieren. „Wir könnten eine Diskussionsrunde mit allen Bürgermeistern machen“, sagte er. „Wir sind auf Ihre Mitarbeit angewiesen, denn schließlich verleiht ein solches Amt nicht automatisch Allwissenheit.“

Viel zu berichten hatte an diesem Tag auch die neue Frauensprecherin Hannelore Ortstein. Gemeinsam mit anderen Frauensprecherinnen und engagierten Frauen aus dem SoVD hatte sie etliche Veranstaltungen zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht organisiert: Vom Marsch der SoVD-Suffragetten durch Lüneburg und Lüchow bis hin zu Vorträgen und Filmen, hatten sich die Damen einiges einfallen lassen. Diese Aktion hat sogar das Museum Lüneburg dokumentiert. „Unsere Resolution an Landrat Manfred Nahrstedt und das Reifezeugnis für Landrat Jürgen Schulz werden jetzt im Museum archiviert“, berichtete Hannelore Ortstein nicht ohne Stolz.

Die erste Amtshandlung des neuen Vorsitzenden war die Ehrung der langjährigen Mitglieder. Hans-Heinrich beim Graben überreichte Hans-Hermann Richnow, Christel und Klaus Düngefeld, Christian Hansen und Wilfried Schlüter Urkunde und Ehrennadel für zehn Jahre Mitgliedschaft.

Für 25 Jahre Treue zum SoVD wurden Alfred Holtmann, Barbara Hoyer, Karl-Heinz Hoyer und Albert Prigge geehrt.



Die Durststrecke ist überwunden

Deutsch Evern. Der Ortsverband Deutsch Evern hat es geschafft: Nach zwei Jahren ohne Vorsitzenden, in denen ein Helferkreis die Arbeit machte, hat sich bei der jüngsten Jahreshauptversammlung Schatzmeister Joachim Baumung bereit erklärt, den Vorsitz zu übernehmen. Mit großem Jubel und donnerndem Applaus begrüßten die Mitglieder ihren neuen Vorsitzenden nach der einstimmigen Wahl. Die Kasse übernimmt künftig Gaby Taeger, Schriftführerin bleibt Ilona Fiebig.

„Wie kriegen wir das hin, dass wir Dich zum ersten Vorsitzenden machen“, hatte Helmut Kowalik vom Kreisvorstand anfangs noch gefragt. Denn klar war: Der Helferkreis konnte nur eine Übergangslösung sein, für die der Ortsverband auch eine Genehmigung brauchte. Doch Kowalik war bereits vor der Versammlung durch den Raum gewandert, hatte hier ein bisschen geplaudert und dort eine Frage gestellt und schließlich war alles geklärt.

In den letzten zwei Jahren hatte der Helferkreis samt Restvorstand es geschafft, die traditionellen Veranstaltungen am Leben zu erhalten. „Wir hatten unser Matjesessen mit einem Vortrag über gesunde Ernährung und ein Grillfest mit einem Referat zum Thema Demenz“, berichtete Baumung. Außerdem hatte der Ortsverband zu einem Vortrag über Stress eingeladen. Die Arbeit hat sich gelohnt: Trotz fehlendem Vorsitzenden waren 15 neue Mitglieder eingetreten.

Auch für das laufende Jahr hat der SoVD Deutsch Evern bereits einiges geplant. „Wir denken an einem Besuch im Museum Lüneburg und an eine Filmvorführung zum Thema Inklusion“, berichtete Baumung. Außerdem soll das Thema Patientenverfügung genauer beleuchtet werden. Helmut Kowalik lobte in seinem Grußwort die Arbeit vor Ort, berichtete von der Arbeit des Kreisverbandes und machte etliche Vorschläge für weitere Veranstaltungen. „Man kann über viele Dinge reden“, sagte er. „Am Anfang steht meist ein Satz wie: Ich habe einen Wunsch oder eine Idee.“ Er machte deutlich, dass der Ortsverband durchaus auch vor Ort Druck machen und sich in die Politik einmischen könne.

Das die Mitglieder daran durchaus interessiert sind zeigte sich bei dem Grußwort von Bürgermeisterin Ulrike Walter. Sie bot an für Fragen offen zu sein und daraufhin entspannte sich eine lebhafte Debatte über Ortsthemen, die Baumung schließlich unterbrechen musste, weil man sonst die Regularien gar nicht hätte erledigen können. „Wir werden das bei anderer Gelegenheit aber gern fortsetzen“, versicherte er.


SoVD ist in Bardowick präsent

Bardowick. Der SoVD-Ortsverband Bardowick wächst stetig weiter: Im vergangenen Jahr sind 22 neue Mitglieder eingetreten. Das sei nicht zuletzt der guten Arbeit vor Ort zu verdanken, lobte SoVD-Geschäftsstellenleiterin Beate Lockemann bei ihrem Grußwort. „Sie immer präsent, wenn hier Veranstaltungen sind“, sagte sie mit Blick auf den Infostand beim Erntefest.

Auch Vorsitzender Harald Ernst war zufrieden mit der Aktion. „Ich denke, wir werden in diesem Jahr auch beim Mühlenfest dabei sein.“ Ernst berichtete von der landesweiten Aktion „Ich bin nicht behindert – ich werde behindert“ und schlug vor, den dazu gehörigen Film „all inklusive“ auch einmal in Bardowick zu zeigen.

Doch der SoVD Bardowick kümmert sich auch um die kleinen Dinge: Mit knapp 60 Besuchen zu Geburtstagen und Jubiläen trägt der Ortsverband mit dazu bei, dass die Menschen im Ort in Kontakt bleiben. Dafür unterstützt die Samtgemeinde den Ortsverband auch finanziell: Rund 500 Euro Zuschuss hatte der SoVD für seine Seniorenarbeit im vergangenen Jahr erhalten, wie Schatzmeisterin Antje Werner beim Kassenbericht vortrug.

Frauensprecherin Regina Burmester berichtete außerdem von der neuen kreisweiten Frauengruppe, die zu Beginn des Jahres eine mehrteilige Veranstaltungsaktion zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht organisiert hatte. „Dafür haben wir viel Zuspruch bekommen.“

Bei so vielen positiven Nachrichten ist es kein Wunder, dass bei den anstehenden Vorstandswahlen alle Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt wurden. Nur bei den Revisoren gab es eine Änderung: Jutta Raabe und Gerd Jürgen Behr folgen Hildegard Gade und Harald Bartheld ins Amt.

Anschließend ehrte Ernst noch langjährige Mitglieder des SoVD: Für zehn Jahre Treue wurden Udo Böhring, Angelika Werner und Margret Rieckmann ausgezeichnet. Runde 25 Jahre dabei sind Gerd Jürgen Behr, Jürgen Cordt, Volkmar Düffert, Lorita Isenberg, Horst Mellenthin, Henning Petersen und Bernhard Schmidt.


Lisa Klipp für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Eine sehr außergewöhnliche Ehrung gab es in diesem Jahr bei SoVD-Ortsverband Bardowick: Lisa Klipp (93) ist nun schon seit 70 Jahre Mitglied. Dafür überreichte ihr Vorsitzender Harald Ernst einen großen Präsentkorb samt Urkunde und Goldener Nadel.

„Ich bin die erste, die damals eingetreten ist“, erinnerte sich die alte Dame, als Ernst ihr den Korb persönlich nach Hause brachte. Sie erinnert sich noch genau an die ganzen Zelte, wo man Vermisstenmeldungen abgeben konnte. Dort habe auch das Zelt des SoVD – damals noch Reichsbund – gestanden.

Obwohl gesundheitlich nicht mehr ganz auf der Höhe, plauderte Lisa Klipp mit Ernst über die Vorhaben des SoVD, erkundigte sich nach der Jahresversammlung und bedauerte, nicht selbst dabei gewesen zu sein.


Katemin freut sich über Mitgliederzuwachs

Neu Darchau. So gut besucht war die Jahresversammlung in Katemin noch nie. „Jedenfalls nicht in den letzten zehn Jahren“, schmunzelte Vorsitzender Stephan Cardinahl. Mit über 40 Mitgliedern war der Saal im Göpelhaus voll besetzt. Vielleicht lag das auch an dem Thema des Vortrages: „Symptome der Demenz“.

Kathrin Benecke und Petra Schatz von der Alzheimer Gesellschaft Lüneburg informierten über die Krankheit und die Hilfen, die inzwischen angeboten werden. Das das Thema den Nerv der Zeit traf, zeigte sich bei den vielen Fragen, die die Mitglieder stellten.

Kathrin Benecke machte Mut zur Offenheit. „Reden Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden, so können sie für sich und Ihre Lieben sorgen und frühzeitig Hilfe installieren.“ Menschen mit Demenzerkrankungen haben heute viele Möglichkeiten: Selbsthilfegruppen, Wohngemeinschaften und viele Beschäftigungsangebote sorgen dafür, dass das schreckliche Bild des einsam siechenden Menschen nur ein Schreckgespenst bleibt. Auch für Angehörige gibt es Hilfe: Sei es nun die Tagespflege, um einmal durchatmen zu können oder Schulungen für den richtigen Umgang mit den Kranken.

Im Rahmen der Jahresversammlung ehrte der Vorsitzende außerdem Karl-Heinz Henning für 10 Jahre und Eckhard Philipp für 25 Jahre Mitgliedschaft. „Es waren noch viele andere Mitglieder zur Ehrung eingeladen, aber sie konnten leider nicht kommen“, berichtete Cardinahl.

Dagegen freute er sich über das zunehmende Interesse am SoVD. Allein seit Dezember waren bereits wieder 20 neue Mitglieder in den Ortsverband eingetreten.


SoVD mischt sich in die Dorfpolitik ein

Neetze. „Von wegen, das Ehrenamt stirbt aus – hier in Neetze kann man sehen, dass das Gegenteil der Fall ist.“ Helmut Kowalik vom Kreisvorstand des SoVD Lüneburg-Lüchow hatte nur lobende Worte für die Arbeit des Ortsverbandes Neetze-Thomasburg. Kein Wunder, denn seitdem Heinz-Jürgen Raulf vor einigen Jahren den Vorsitz übernommen hat wächst der Verein kontinuierlich. Die inzwischen 227 Mitglieder treffen sich nicht nur zu geselligen Veranstaltungen, sie mischen sich auch erfolgreich in die Dorfpolitik ein.

„Wir haben den Behinderten-Parkplatz auf dem Dorfplatz beantragt und durchbekommen“, berichtete Raulf bei der Jahreshauptversammlung nicht ohne Stolz. Auch eine Sitzgelegenheit ist inzwischen dank einer Spende des örtlichen Lebensmittelmarktes realisiert worden. Der Vorsitzende dankte seinem Vorstand für die Unterstützung bei der Organisation der vielen Aktivitäten, wie dem Grillfest, der Kulturreise oder auch dem Info-Stand während der Dorf- und Kulturtage Thomasburg. Ein Einsatz, der sich lohnte: „Alle Veranstaltungen waren toll besucht“, so Raulf. „Man merkt, dass wir hier im Ortsverband einen guten Zusammenhalt haben.“ In laufendem Jahr sollen weitere Themen aufgenommen werden, vor allem die sozialpolitischen Anliegen stehen im Vordergrund.

Für zehn Jahre Mitgliedschaft im SoVD ehrten Raulf und Kowalik Jutta Scheel, Ursula Findorff, Karin Kripp-Komoss und Eckhardt Dietrich. Anschließend referierte Carsten Sander von der Sparkasse über das Thema Seniorenbetrug.


Letzte Runde für Peter Damas

Embsen. „Wir arbeiten daran, dass der SoVD wieder in aller Munde ist.“ Carmen Maria Bendorf setzt auf Vernetzung. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Carina Karbowski aus Häcklingen war die Ortsvorsteherin aus Rettmer eigens zur Jahresversammlung des SoVD Embsen gekommen. Der Plan der beiden Frauen: Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen stärken und sie so attraktiver machen.

Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt ging nicht ganz so weit, machte jedoch deutlich, dass die Ortsgrenzen keine Grenzen der Freundschaft seien.

Er lobte den SoVD als wichtigen Bestandteil der Seniorenarbeit in der Samtgemeinde.

Kreisvorsitzende Elfi Rosin dankte den Politikern für ihre Unterstützung und betonte bei ihrem Grußwort ebenfalls, dass SoVD stolz auf seine Arbeit sein kann. „Das gilt für unser Büro in Lüneburg genauso wie für Ihre Arbeit hier vor Ort“, sagte sie. „Denn es ist heutzutage wichtig, sich um den Nächsten zu kümmern und Solidarität nicht zu einer leeren Worthülse werden zu lassen.“

Im vergangenen Jahr hatte es der SoVD Embsen nicht leicht. „Aus gesundheitlichen Gründen sind wir ein bisschen mit angezogener Handbremse gefahren“, scherzte Vorsitzender Peter Damas. Trotzdem habe man die traditionellen Veranstaltungen beibehalten können und eine Kulturfahrt nach Friedrichshafen realisieren können. „Mein Dank gilt den vielen Helfern“, sagte Damas. „Das zeigt doch, dass wir hier im Ort eine Gemeinschaft sind.“ Die Mitgliederzahl sei mit jetzt 219 leicht gesunken, doch es habe auch viele Eintritte gegeben.

Bei den turnusgemäßen Wahlen gab es kaum Veränderungen. Vorsitzender bleibt Peter Damas – allerdings machte er klar, dass dies aus Altersgründen seine letzte Amtsperiode sei. Seine Stellvertreterin ist Heidel Obst, Schatzmeisterin ist Sylvia Siegfried und Schriftführer Peter Alexander Damas. Beisitzer bleiben Günther Schultz und Heinz Obst, neu dazugekommen ist Gudrun Kirsch.

An diesem Abend wurden auch besonders treue Mitglieder des SoVD geehrt: Für zehn Jahre erhielten Karin und Jürgen Adami, Thomas und Anette Heim, Sylvia Siegfried sowie Karl Heinz und Margrit Weylo eine Urkunde. Für 25 Jahre bekamen Jürgen Konik, Günter Mühlbach und Ingrid Wordel, Urkunde, Nadel und einen Präsentkorb.


Generationswechsel in Scharnebeck

Generationswechsel beim SoVD-Ortsverband Scharnebeck: Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder Thorsten Röhr zum neuen Vorsitzenden. Damit bleibt alles in der Familie, denn der Sohn folgt seinem Vater Peter Röhr ins Amt, der aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut antreten wollte. Neue Stellvertreterin ist Nora Röhr, die Frau von Thorsten Röhr, die damit den Generationswechsel komplett macht.

Kassenwart Wilfried Jahnke, Schriftführerin Margret Röhr, die Beisitzer Peter Röhr Junior, Silvia Jahnke, Susanne Köhler und Bernhard Puls wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neue Beisitzerin wurde Melanie Krüger, die für Wilhelm Westenberg nachrückt. Revisoren sind Hartmut Köhler, Karl-Heinz Soltau, Karin Soltau und Dieter Fiedler. Peter Röhr Senior bleibt dem Ortsverband jedoch im Festausschuss erhalten.

Mit aktuell 205 Mitgliedern ist der Ortsverband stabil und auch die Veranstaltungen seien gut besucht, wie Peter Röhr in seinem Jahresbericht ausführte. Auch der neue Vorsitzende will an dem alt bewährten Programm festhalten, wie Thorsten Röhr versicherte.

An diesem Abend informierte außerdem Martina Plohg von der AOK über die Frage „Plötzlich ein Pflegefall in der Familie - was nun?“ Die Referentin, die selbst jahrelang in der Pflege arbeitete und nun berät zeigte sehr anschaulich Möglichkeiten der Unterstützung auf. „Wichtig ist, dass man schon sehr frühzeitig Hilfe organisiert“, erklärte sie. „Selbst, wenn es nur darum geht, dass man im Haushalt nicht ehr ganz zurechtkommt.“ Denn das Pflegegesetz aus 2017 und kleine Änderungen, die seit diesem Jahr gelten, machen auch das möglich.

Während und nach dem Referat entspannt sich eine lebhafte Diskussion bei den Zuhörern, denn viele hatten bereits Erfahrungen mit Pflegefällen in der Familie und nicht immer gute. Martina Plohg zeigte Möglichkeiten auf, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren und verwies auf die Pflegeberatung bei den Kassen. Seit 2009 hat jeder Pflegebedürftige in Deutschland einen Anspruch auf individuelle Pflegeberatung durch die Pflegekassen, die jede Krankenkasse hat. Sie soll helfen, den Pflegebedürftigen eine umfassende Unterstützung bei der Auswahl und Inanspruchnahme notwendiger Hilfe- und Pflegeleistungen zukommen zu lassen und auf die dazu erforderlichen Maßnahmen hinzuwirken.


"Heirat ist keine Altersvorsorge"

Fast auf den Tag genau 100 Jahre nach der gesetzlichen Realisierung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland hatte der SoVD Gellersen zu einem Vortrag zum Thema „Heirat ist keine Altersversorgung“ eingeladen. Referentin Irmtraud Hövermann klärte die gespannten Zuhörer darüber auf, warum Frauen so oft benachteiligt sind und was man dagegen tun kann.

Eine große Herausforderung ist die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen, bekannt durch die Slogans „Equal Pay“ und „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. „Davon sind wir Frauen noch weit entfernt“, sagt auch Marit Wulf, Schriftführerin im Ortsverband.

Referentin Irmtraud Hövermann lieferte klare Fakten zum Thema Gleichstellung: „Im Jahr 2017 war der Brutto-Stundenlohn von Frauen in Deutschland im Schnitt 21 Prozent oder gut ein Fünftel geringer als der der Männer“, rechnete sie vor. Dadurch erhalten Frauen später weniger als die Hälfte der Rentenzahlungen der Männer. Frauen verwenden täglich gut anderthalbmal so viel Zeit als Männer für unbezahlte Sorgearbeit auf und selbst bei den Kindern macht sich der Unterschied schon deutlich: „Jungen der 4. Schulklasse bekommen pro Monat durchschnittlich 16,25 Euro Taschengeld, Mädchen aber nur 11,94 Euro“, so Irmtraud Hövermann.  

Das Ungleichgewicht zeige sich auch in der Besetzung von Stellen in Wirtschaft und Politik: Nur jeder vierte Platz in den Gemeinde- und Stadträten sowie Kreistagen ist von einer Frau besetzt. Nur jede vierte Führungskraft der obersten Ebene in der Privatwirtschaft ist eine Frau.

„Diese Fakten und mehr machen einmal mehr deutlich, dass auf Worte Taten folgen müssen“, resümierte Marit Wulf das Gehörte. Dem Fachvortrag von Irmtraud Hövermann folgte eine sehr offene Diskussion mit dem Publikum, die doch mehr dem Vergleich gestern zu heute galt. Einig waren zum Schluss Referentin und Teilnehmer: Der Sozialverband und die LandFrauen arbeiten bei diesem Projekt im Konsens miteinander.


Ehrungen für den SoVD

Die Aula der Musikschule Lüneburg ist fast bis auf den letzten Platz besetzt. Auf der Bühne geben Flaggen von Europa, Deutschland und dem Landkreis Lüneburg der Veranstaltung einen offiziellen Rahmen. Schüler der Musikschule sorgen mit Cello, Harfe und Querflöte für feierliche Akkustik.

Es ist der Tag der Ehrenamtlichen. Der eine Tag im Jahr, bei dem der Landkreis Lüneburg Menschen auszeichnet, die ihre Freizeit dafür einsetzen, sich für andere zu engagieren. Auch in diesem Jahr waren wieder zwei Vertreter des SoVD mit dabei: Emil Höltig und Heinz-Jürgen Raulf.

„Sie machen unsere Region lebenswert und sorgen dafür, dass das Dorfleben funktioniert“, dankte Landrat Manfred Nahrstedt bei der Begrüßung allen Anwesenden. „Viele Menschen zeigen gern, was sie alles getan haben“, so Nahrstedt mit Blick auf die Selbstdarsteller in den neuen Medien. „Aber Sie tun das nicht.“ Das sei der Grund für diesen besonderen Tag: Um die zu ehren, die sich sonst bescheiden im Hintergrund halten. „Ohne Sie würden viele Dinge von der Schule über die Feuerwehr und den Sport bis hin zur Wohlfahrt heute nicht mehr funktionieren.“

Jeden einzelnen rief der Landrat nach vorn und umriss kurz die besondere Leistung der Geehrten. Insgesamt waren es 56 Menschen im Alter zwischen 15 und 84 Jahren, die sich über Kinogutscheine, Bildbände und Lüneburger Honig freuen durften. Verdient hätten es sicher noch viel mehr, aber jeder Verein oder Verband durfte nur zwei Personen vorschlagen. Sie stehen stellvertretend für Tausende von Ehrenamtlichen im ganzen Landkreis.

So wie auch Emil Höltig und Heinz-Jürgen Raulf stellvertretend für all die SoVD-Mitglieder stehen, die sich seit Jahrzehnten für soziale Gerechtigkeit einsetzen und das Leben in den Dörfern mit vielen Veranstaltungen interessanter machen.

Emil Höltig ist seit über zehn Jahren Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Hohnstorf-Echem und war bis Mitte des Jahres Beisitzer im Kreisvorstand. „Sie waren stets ein verlässlicher Ansprechpartner für ihre Mitglieder“, betonte Nahrstedt. Sein Kollege Heinz-Jürgen Raulf ist seit 2013 Vorsitzender des Ortsverbandes Neetze und hat in dieser kurzen Zeit so viel bewegt, dass die Mitgliederzahl des Ortsverbandes dramatisch angestiegen ist. „Auch Sie haben stets ein offenen Ohr für ihre Mitglieder“, dankte ihm Nahrstedt.


Ich werde behindert!

Die große rote Hand war schon vom Weitem zu sehen: Unverkennbar hielt sie die weiße Kugel mit dem SoVD-Logo zwischen Daumen und Zeigerfinder. Schon bald sammelten sich Dutzende von Neugierigen im Zelt neben der Hand um zu sehen, was denn hier los ist. „Ich bin nicht behindert – ich werde behindert“ war das Motto des Aktionstages auf dem Adendorfer Rathausplatz, zu dem der SoVD Kreisverband Lüneburg-Lüchow eingeladen hatte.

Die landesweite Kampagne soll den Druck auf die Politik erhöhen, in Sache Teilhabe und Barrierefreiheit endlich mehr zu unternehmen, denn: In Niedersachsen gibt es in diesem Bereich noch sehr viel zu tun“, sagt Kreisvorsitzende Elfi Rosin.

Zeitgleich zu der Unterstützerkampagne lief im Rathaus der Film „all inclusive“, eine locker-leichte Geschichte über und zum Teil auch mit Behinderten. Mit vor Ort war auch Regisseur Eike Besuden mit einem Team von Darstellern, die sich den Fragen der Zuschauer stellten. Unter den Besuchern war auch eine Gruppe der Lebenshilfe, die den Film mit wahrer Begeisterung verfolgte. „Endlich einmal ein Film über uns“, strahlte eine Besucherin.

Mehr als 100 Zuschauer verfolgten die erste Aufführung, der Sitzungssaal im Rathaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Wie geht es denn weiter?“ fragte ein Zuschauer, denn der Film endet offen. „Das wissen wir noch nicht“, gab Besuden freimütig zu. „Das Fernsehen will den Film nicht haben und für die Fortsetzungen fehlt es uns derzeit an Geld.“ Klar ist nur, dass am 27. September eine Dokumentation über den Werdegang des Films seine Kino-Premiere hat. „Damit werden wir auf Tournee gehen und hoffen, weitere Unterstützer zu gewinnen.“

Während im Sitzungssaal das Kino lief, ließen sich unten auf dem Rathausplatz etliche Menschen für die Unterstützerkampagne fotografieren. Die Bilder wurden live ins Internet gesendet und über einen großen Bildschirm konnten sich die Menschen über die Kampagne und deren Hintergrund und Unterstützer informieren.

Einer der ersten, der sich ablichten ließ, war Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack, der auch die Schirmherrschaft für den Aktionstag übernommen hatte. „Das ist eine gute Sache“, erklärte er. Der SoVD hatte das Rathaus erst kürzlich auf Barrierefreiheit unter die Lupe genommen und Maack hat die Kritikpunkte sehr ernst genommen und schon etliche Mängel behoben.

 

Mehr Infos über den Film finden Sie hier.

Mehr Infos über die Kampagne finden Sie hier.


Kostenloses SoVD-Pflegetagebuch hilft

Es ist ein Thema, an das niemand gern denkt: Krankheit, Unfall, Pflege. Die meisten Menschen werden damit konfrontiert wenn ältere Angehörige pflegebedürftig werden. Doch auch in jungen Jahren ist niemand vor einem Unfall gefeit. Obwohl das schon schrecklich genug ist, steht man plötzlich mitten im Paragrafendschungel ohne zu wissen, wie es weiter geht.

Der SoVD hat jetzt einen umfangreichen Ratgeber aufgelegt, der nicht nur genau erklärt, wer worauf Anspruch hat, sondern auch Fachbegriffe erläutert und Tipps zum Umgang mit den zuständigen Behörden gibt: Das SoVD-Pflegetagebuch.

Derzeit ist das Pflegetagebuch vergriffen, weil die Nachfrage so groß ist. Sie können es aber hier kostenlos herunterladen: Pflegetagebuch.


Der SoVD hat seit Anfang des Jahres zu mehreren Veranstaltungen zum Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht und 100 Jahren Frauen im SoVD eingeladen.

 

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