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Veranstaltungsreihe Frauenrechte

22. Januar, 10.50 Uhr:
Führung für SoVD-Frauen durch die Sonderausstellung „100 Jahre Frauen…“ im Museum Lüneburg

27. Januar, 14.30 Uhr:
„Suffragetten - Worte statt Taten“, Filmvorführung im Scala auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten von Stadt und Landkreis, Maret Bening.

03. Februar, 14 Uhr:
„Die göttliche Ordnung“, Filmvorführung im Scala auf Einladung des SoVD-Kreisverbandes

13. Februar, 19 Uhr:
„100 Jahre Frauenwahlrecht – und nun?“, Vortrag von Hiltrud Lotze im Rathaus Adendorf

Heirat ist keine Alterversorgung

Der SoVD-Ortsverband Gellersen lädt für Mittwoch, den 23. Januar ab 17 Uhr zu einem Vortrag zum Thema "Heirat ist keine Altersversorgung" in das Gellersen-Haus nach Reppenstedt ein. Referentin Irmgard Hövermann erklärt, warum Frauen so oft benachteiligt sind und was man dagegen unternehmen kann.

Alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Der SoVD in Ihrer Nähe

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Suffragetten in der Stadt

Da staunte Landrat Manfred Nahrstedt nicht schlecht: Acht als Suffragetten verkleidete Damen samt Schärpen und Hüten rauschten in sein Büro. In der Hand eine Resolution, die mehr Frauenrechte in der Verwaltung fordert. „Auch wenn schon 100 Jahre vergangen sind, seit Frauen das Wahlrecht bekommen haben, in Sachen Gleichberechtigung gibt es noch eine Menge zu tun“, sagte SoVD-Kreisvorsitzende Elfi Rosin, während sie dem Verwaltungschef die Resolution in die Hand drückte. Die SoVD-Frauen forderten darin unter anderem eine jeweils eigene Gleichstellungsbeauftragte für Stadt und Landkreis, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und mehr Aufstiegschancen für Frauen in der Verwaltung.

Doch der Landrat sah in diesen Bereichen nicht wirklich einen Handlungsbedarf. „Die Zusammenarbeit mit der bisherigen Gleichstellungsbeauftragten ist gut gelaufen und das werden wir so auch beibehalten“, lehnte er gleich den ersten Punkt ab. Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle gebe es im Landkreis von Gleichzeit bis hin zum Jobsharing bereits. Was die Neubesetzung von Stellen angeht erklärte er: „Wir besetzen unsere Stellen streng nach dem Prinzip Leistung, Eignung und Befähigung.“

Der Besuch beim Landrat war der Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum Thema Frauenrechte, die sich in den kommenden Monaten fortsetzt (siehe seitlicher Kasten). „Wir feiern in diesem Jahr 100 Jahren Frauenwahlrecht und 100 Jahre Frauen im SoVD“, erklärte Kreisfrauensprecherin Christiane Meyer die Idee.

Im Anschluss an den Besuch beim Landrat machten sich die Suffragetten auf den Weg durch die Einkaufsstraße, um Info-Flugblätter zu verteilen und zu einem Kino-Film einzuladen. Die Passantinnen reagierten aufgeschlossen. „Das ist eine gute Sache, da gibt es noch viel zu tun“, sagte eine Frau und eine andere ergänzte: „Ich erinnere mich noch daran, wie meine Oma mir erzählte, wie sehr sie sich freute, als sie zu ersten Male wählen gehen durfte.“

Die acht Suffragetten zogen die Blicke auf sich und neugierig suchten einige Frauen auch selbst das Gespräch mit den SoVD-Frauen. „Das war wirklich eine tolle Aktion“, freute sich Christiane Meyer. „Auch die Resonanz auf den Kinofilm „Die Göttliche Ordnung“, den wir vom SoVD ins Scala geholt haben, war durchweg positiv.“ In dem Film geht es um ein Schweizerisches Dorf, in dem Frauen sich 1971 das Wahlrecht erkämpften. Die Frauen, die den Handzettel der Suffragetten im Kino vorlegen bekommen 5 Euro Ermäßigung auf den Film.



Ehrungen für den SoVD

Die Aula der Musikschule Lüneburg ist fast bis auf den letzten Platz besetzt. Auf der Bühne geben Flaggen von Europa, Deutschland und dem Landkreis Lüneburg der Veranstaltung einen offiziellen Rahmen. Schüler der Musikschule sorgen mit Cello, Harfe und Querflöte für feierliche Akkustik.

Es ist der Tag der Ehrenamtlichen. Der eine Tag im Jahr, bei dem der Landkreis Lüneburg Menschen auszeichnet, die ihre Freizeit dafür einsetzen, sich für andere zu engagieren. Auch in diesem Jahr waren wieder zwei Vertreter des SoVD mit dabei: Emil Höltig und Heinz-Jürgen Raulf.

„Sie machen unsere Region lebenswert und sorgen dafür, dass das Dorfleben funktioniert“, dankte Landrat Manfred Nahrstedt bei der Begrüßung allen Anwesenden. „Viele Menschen zeigen gern, was sie alles getan haben“, so Nahrstedt mit Blick auf die Selbstdarsteller in den neuen Medien. „Aber Sie tun das nicht.“ Das sei der Grund für diesen besonderen Tag: Um die zu ehren, die sich sonst bescheiden im Hintergrund halten. „Ohne Sie würden viele Dinge von der Schule über die Feuerwehr und den Sport bis hin zur Wohlfahrt heute nicht mehr funktionieren.“

Jeden einzelnen rief der Landrat nach vorn und umriss kurz die besondere Leistung der Geehrten. Insgesamt waren es 56 Menschen im Alter zwischen 15 und 84 Jahren, die sich über Kinogutscheine, Bildbände und Lüneburger Honig freuen durften. Verdient hätten es sicher noch viel mehr, aber jeder Verein oder Verband durfte nur zwei Personen vorschlagen. Sie stehen stellvertretend für Tausende von Ehrenamtlichen im ganzen Landkreis.

So wie auch Emil Höltig und Heinz-Jürgen Raulf stellvertretend für all die SoVD-Mitglieder stehen, die sich seit Jahrzehnten für soziale Gerechtigkeit einsetzen und das Leben in den Dörfern mit vielen Veranstaltungen interessanter machen.

Emil Höltig ist seit über zehn Jahren Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Hohnstorf-Echem und war bis Mitte des Jahres Beisitzer im Kreisvorstand. „Sie waren stets ein verlässlicher Ansprechpartner für ihre Mitglieder“, betonte Nahrstedt. Sein Kollege Heinz-Jürgen Raulf ist seit 2013 Vorsitzender des Ortsverbandes Neetze und hat in dieser kurzen Zeit so viel bewegt, dass die Mitgliederzahl des Ortsverbandes dramatisch angestiegen ist. „Auch Sie haben stets ein offenen Ohr für ihre Mitglieder“, dankte ihm Nahrstedt.


Mit dem Ortsverband Gellersen aktiv sein

Einen bunten Strauß von Aktivitäten und Bildungsangeboten für das kommende Jahr präsentierte der Ortsverband Gellersen jetzt bei seiner traditionellen Wintertagung. Schriftführerin Margrit Wulf stellte knapp ein Dutzend neue Veranstaltungen für 2019 vor. Mit dabei zum Beispiel ein Vortrag zum Thema „Heirat ist keine Altersversorgung“ mit der Botschafterin für Lohngleichheit, Irmtraud Hövermann oder ein Vortragsfrühstück zum Thema „Schutz vor Kriminalität im Alltag“ mit Kommissarin Kathrin Richter.

Bei der Wintertagung diskutieren die Mitglieder auch über die jährliche Kulturreise. Zur Auswahl standen für das kommende Jahr Bildungstouren durch die Masuren oder die Vogesen. Die Mitglieder entschieden sich mehrheitlich für die Reise durch das Elsass mit dem geschichtsträchtigen Mittelgebirge der Vogesen.

Zum Schluss ehrte Vorsitzender Hinrich Gehrmann noch einige Mitglieder für langjährige Treue zum SoVD. Dazu gehören: Siegfried Giese (25 Jahre), Karin Biermann, Christine Felt, Hannelore Hübner, Erika Jahnke, Heinz-Peter Lange und Christine Neumann (jeweils 10 Jahre). Sie erhielten eine Urkunde und einen Blumenstrauß als Dankeschön.

Die nächste Veranstaltung des SoVD Gellersen ist ein Infostand beim Weihnachtsmarkt am 1. Dezember. Neben Informationen über den Sozialverband bietet das Team an zwei Ständen außerdem Festtagssuppe, Kaffee und Kuchen an.


Ich werde behindert!

Die große rote Hand war schon vom Weitem zu sehen: Unverkennbar hielt sie die weiße Kugel mit dem SoVD-Logo zwischen Daumen und Zeigerfinder. Schon bald sammelten sich Dutzende von Neugierigen im Zelt neben der Hand um zu sehen, was denn hier los ist. „Ich bin nicht behindert – ich werde behindert“ war das Motto des Aktionstages auf dem Adendorfer Rathausplatz, zu dem der SoVD Kreisverband Lüneburg-Lüchow eingeladen hatte.

Die landesweite Kampagne soll den Druck auf die Politik erhöhen, in Sache Teilhabe und Barrierefreiheit endlich mehr zu unternehmen, denn: In Niedersachsen gibt es in diesem Bereich noch sehr viel zu tun“, sagt Kreisvorsitzende Elfi Rosin.

Zeitgleich zu der Unterstützerkampagne lief im Rathaus der Film „all inclusive“, eine locker-leichte Geschichte über und zum Teil auch mit Behinderten. Mit vor Ort war auch Regisseur Eike Besuden mit einem Team von Darstellern, die sich den Fragen der Zuschauer stellten. Unter den Besuchern war auch eine Gruppe der Lebenshilfe, die den Film mit wahrer Begeisterung verfolgte. „Endlich einmal ein Film über uns“, strahlte eine Besucherin.

Mehr als 100 Zuschauer verfolgten die erste Aufführung, der Sitzungssaal im Rathaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Wie geht es denn weiter?“ fragte ein Zuschauer, denn der Film endet offen. „Das wissen wir noch nicht“, gab Besuden freimütig zu. „Das Fernsehen will den Film nicht haben und für die Fortsetzungen fehlt es uns derzeit an Geld.“ Klar ist nur, dass am 27. September eine Dokumentation über den Werdegang des Films seine Kino-Premiere hat. „Damit werden wir auf Tournee gehen und hoffen, weitere Unterstützer zu gewinnen.“

Während im Sitzungssaal das Kino lief, ließen sich unten auf dem Rathausplatz etliche Menschen für die Unterstützerkampagne fotografieren. Die Bilder wurden live ins Internet gesendet und über einen großen Bildschirm konnten sich die Menschen über die Kampagne und deren Hintergrund und Unterstützer informieren.

Einer der ersten, der sich ablichten ließ, war Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack, der auch die Schirmherrschaft für den Aktionstag übernommen hatte. „Das ist eine gute Sache“, erklärte er. Der SoVD hatte das Rathaus erst kürzlich auf Barrierefreiheit unter die Lupe genommen und Maack hat die Kritikpunkte sehr ernst genommen und schon etliche Mängel behoben.

 

Mehr Infos über den Film finden Sie hier.

Mehr Infos über die Kampagne finden Sie hier.


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