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13. Februar, 19 Uhr:

„100 Jahre Frauenwahlrecht – und nun?“, Vortrag von Hiltrud Lotze im Rathaus Adendorf

27. Februar, 18 Uhr:

"100 Jahre Frauenwahlrecht - Befürworter und Gegener", Vortrag von Friederike von Natzmer im Rathaus Adendorf

 

Lesen Sie hier Berichte und Informationen zur Veranstaltungsreihe.

"All inclusive" in Hitzacker

Nach der erfolgreichen Aktion „Ich bin nicht behindert – ich werde behindert“ in Adendorf im vergangenen Sommer, lud der SoVD jetzt zu dieser besonderen Filmvorführung in das Verdo nach Hitzacker ein. Gezeigt wurde der Film „all inclusive“, eine locker-leichte Geschichte über und zum Teil auch mit Behinderten. Erzählt wird, wie der behinderte Ricky das Hotel seiner Mutter erbt, aber kann er es auch führen? Kann er im Hotel die Position des Managers übernehmen? Will er das überhaupt? Wie reagieren die Angestellten? Bricht jetzt alles zusammen, oder verkauft Ricky?

Rund 30 Gäste aus den Ortsverbänden Katemin und Hitzacker verfolgten den Film im Verdo nach einem einleitenden Vortrag von der SoVD-Kreisvorsitzenden Elfi Rosin. Wie schon in Adendorf zeigten sich die Besucher sehr interessiert aber auch enttäuscht, denn der Film endet offen. Das wurde bei den Diskussionen im Anschluss deutlich.

„Leider ist der Einladung kein Mitglied der Stadt Hitzacker gefolgt und auch der Weidenhof hat keinen Vertreter geschickt“, bedauerte der Vorsitzende des Ortsverbandes Katemin, Stefan Cardinahl. „Wir freuen uns aber, dass der VDK und das DRK mit dabei waren.“

Der SoVD in Ihrer Nähe

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Seit über 100 Jahren steht der Sozialverband für den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit. Wir unterstützen unsere Mitglieder in allen sozialrechtlichen Fragen. Sei es nun Rente, Arbeitslosengeld, Krankenversicherung, Pflege, Sozialhilfe oder Behinderung – wir sind für unsere Mitglieder da.

Allein im vergangengen Jahr haben wir vor Gericht 2,02 Millionen Euro für sie erstritten. Im Beratungszentrum an der Ratsmühle in Lüneburg arbeitet unsere Juristen und Sozialberater beständig daran, Ihr Recht durchzusetzen. Wir mischen uns für Sie in die große und kleine Politik ein und setzen Zeichen für Benachteiligte.

In unseren 26 Ortsvereinen finden Sie Gleichgesinnte, mit denen Sie sich sozialpolitisch austauschen oder auch einfach einmal einen geselligen Tag verbringen können. Hier werden Fachvorträge, Informationsreisen oder auch Aktionen für den SoVD direkt in Ihrer Gemeinde angeboten.

Machen Sie mit, denn Gemeinschaft macht stark.
Selbstverständlich können Sie auch als Nicht-Mitglied einfach einmal ganz unverbindlich vorbeischauen.   

Ihre Elfi Rosin (Kreisvorsitzende)


Letzte Runde für Peter Damas

Embsen. „Wir arbeiten daran, dass der SoVD wieder in aller Munde ist.“ Carmen Maria Bendorf setzt auf Vernetzung. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Carina Karbowski aus Häcklingen war die Ortsvorsteherin aus Rettmer eigens zur Jahresversammlung des SoVD Embsen gekommen. Der Plan der beiden Frauen: Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen stärken und sie so attraktiver machen.

Samtgemeindebürgermeister Peter Rowohlt ging nicht ganz so weit, machte jedoch deutlich, dass die Ortsgrenzen keine Grenzen der Freundschaft seien.

Er lobte den SoVD als wichtigen Bestandteil der Seniorenarbeit in der Samtgemeinde.

Kreisvorsitzende Elfi Rosin dankte den Politikern für ihre Unterstützung und betonte bei ihrem Grußwort ebenfalls, dass SoVD stolz auf seine Arbeit sein kann. „Das gilt für unser Büro in Lüneburg genauso wie für Ihre Arbeit hier vor Ort“, sagte sie. „Denn es ist heutzutage wichtig, sich um den Nächsten zu kümmern und Solidarität nicht zu einer leeren Worthülse werden zu lassen.“

Im vergangenen Jahr hatte es der SoVD Embsen nicht leicht. „Aus gesundheitlichen Gründen sind wir ein bisschen mit angezogener Handbremse gefahren“, scherzte Vorsitzender Peter Damas. Trotzdem habe man die traditionellen Veranstaltungen beibehalten können und eine Kulturfahrt nach Friedrichshafen realisieren können. „Mein Dank gilt den vielen Helfern“, sagte Damas. „Das zeigt doch, dass wir hier im Ort eine Gemeinschaft sind.“ Die Mitgliederzahl sei mit jetzt 219 leicht gesunken, doch es habe auch viele Eintritte gegeben.

Bei den turnusgemäßen Wahlen gab es kaum Veränderungen. Vorsitzender bleibt Peter Damas – allerdings machte er klar, dass dies aus Altersgründen seine letzte Amtsperiode sei. Seine Stellvertreterin ist Heidel Obst, Schatzmeisterin ist Sylvia Siegfried und Schriftführer Peter Alexander Damas. Beisitzer bleiben Günther Schultz und Heinz Obst, neu dazugekommen ist Gudrun Kirsch.

An diesem Abend wurden auch besonders treue Mitglieder des SoVD geehrt: Für zehn Jahre erhielten Karin und Jürgen Adami, Thomas und Anette Heim, Sylvia Siegfried sowie Karl Heinz und Margrit Weylo eine Urkunde. Für 25 Jahre bekamen Jürgen Konik, Günter Mühlbach und Ingrid Wordel, Urkunde, Nadel und einen Präsentkorb.


Generationswechsel in Scharnebeck

Generationswechsel beim SoVD-Ortsverband Scharnebeck: Bei der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder Thorsten Röhr zum neuen Vorsitzenden. Damit bleibt alles in der Familie, denn der Sohn folgt seinem Vater Peter Röhr ins Amt, der aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut antreten wollte. Neue Stellvertreterin ist Nora Röhr, die Frau von Thorsten Röhr, die damit den Generationswechsel komplett macht.

Kassenwart Wilfried Jahnke, Schriftführerin Margret Röhr, die Beisitzer Peter Röhr Junior, Silvia Jahnke, Susanne Köhler und Bernhard Puls wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neue Beisitzerin wurde Melanie Krüger, die für Wilhelm Westenberg nachrückt. Revisoren sind Hartmut Köhler, Karl-Heinz Soltau, Karin Soltau und Dieter Fiedler. Peter Röhr Senior bleibt dem Ortsverband jedoch im Festausschuss erhalten.

Mit aktuell 205 Mitgliedern ist der Ortsverband stabil und auch die Veranstaltungen seien gut besucht, wie Peter Röhr in seinem Jahresbericht ausführte. Auch der neue Vorsitzende will an dem alt bewährten Programm festhalten, wie Thorsten Röhr versicherte.

An diesem Abend informierte außerdem Martina Plohg von der AOK über die Frage „Plötzlich ein Pflegefall in der Familie - was nun?“ Die Referentin, die selbst jahrelang in der Pflege arbeitete und nun berät zeigte sehr anschaulich Möglichkeiten der Unterstützung auf. „Wichtig ist, dass man schon sehr frühzeitig Hilfe organisiert“, erklärte sie. „Selbst, wenn es nur darum geht, dass man im Haushalt nicht ehr ganz zurechtkommt.“ Denn das Pflegegesetz aus 2017 und kleine Änderungen, die seit diesem Jahr gelten, machen auch das möglich.

Während und nach dem Referat entspannt sich eine lebhafte Diskussion bei den Zuhörern, denn viele hatten bereits Erfahrungen mit Pflegefällen in der Familie und nicht immer gute. Martina Plohg zeigte Möglichkeiten auf, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren und verwies auf die Pflegeberatung bei den Kassen. Seit 2009 hat jeder Pflegebedürftige in Deutschland einen Anspruch auf individuelle Pflegeberatung durch die Pflegekassen, die jede Krankenkasse hat. Sie soll helfen, den Pflegebedürftigen eine umfassende Unterstützung bei der Auswahl und Inanspruchnahme notwendiger Hilfe- und Pflegeleistungen zukommen zu lassen und auf die dazu erforderlichen Maßnahmen hinzuwirken.


"Heirat ist keine Altersvorsorge"

Fast auf den Tag genau 100 Jahre nach der gesetzlichen Realisierung des Wahlrechts für Frauen in Deutschland hatte der SoVD Gellersen zu einem Vortrag zum Thema „Heirat ist keine Altersversorgung“ eingeladen. Referentin Irmtraud Hövermann klärte die gespannten Zuhörer darüber auf, warum Frauen so oft benachteiligt sind und was man dagegen tun kann.

Eine große Herausforderung ist die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen, bekannt durch die Slogans „Equal Pay“ und „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. „Davon sind wir Frauen noch weit entfernt“, sagt auch Marit Wulf, Schriftführerin im Ortsverband.

Referentin Irmtraud Hövermann lieferte klare Fakten zum Thema Gleichstellung: „Im Jahr 2017 war der Brutto-Stundenlohn von Frauen in Deutschland im Schnitt 21 Prozent oder gut ein Fünftel geringer als der der Männer“, rechnete sie vor. Dadurch erhalten Frauen später weniger als die Hälfte der Rentenzahlungen der Männer. Frauen verwenden täglich gut anderthalbmal so viel Zeit als Männer für unbezahlte Sorgearbeit auf und selbst bei den Kindern macht sich der Unterschied schon deutlich: „Jungen der 4. Schulklasse bekommen pro Monat durchschnittlich 16,25 Euro Taschengeld, Mädchen aber nur 11,94 Euro“, so Irmtraud Hövermann.  

Das Ungleichgewicht zeige sich auch in der Besetzung von Stellen in Wirtschaft und Politik: Nur jeder vierte Platz in den Gemeinde- und Stadträten sowie Kreistagen ist von einer Frau besetzt. Nur jede vierte Führungskraft der obersten Ebene in der Privatwirtschaft ist eine Frau.

„Diese Fakten und mehr machen einmal mehr deutlich, dass auf Worte Taten folgen müssen“, resümierte Marit Wulf das Gehörte. Dem Fachvortrag von Irmtraud Hövermann folgte eine sehr offene Diskussion mit dem Publikum, die doch mehr dem Vergleich gestern zu heute galt. Einig waren zum Schluss Referentin und Teilnehmer: Der Sozialverband und die LandFrauen arbeiten bei diesem Projekt im Konsens miteinander.


Ehrungen für den SoVD

Die Aula der Musikschule Lüneburg ist fast bis auf den letzten Platz besetzt. Auf der Bühne geben Flaggen von Europa, Deutschland und dem Landkreis Lüneburg der Veranstaltung einen offiziellen Rahmen. Schüler der Musikschule sorgen mit Cello, Harfe und Querflöte für feierliche Akkustik.

Es ist der Tag der Ehrenamtlichen. Der eine Tag im Jahr, bei dem der Landkreis Lüneburg Menschen auszeichnet, die ihre Freizeit dafür einsetzen, sich für andere zu engagieren. Auch in diesem Jahr waren wieder zwei Vertreter des SoVD mit dabei: Emil Höltig und Heinz-Jürgen Raulf.

„Sie machen unsere Region lebenswert und sorgen dafür, dass das Dorfleben funktioniert“, dankte Landrat Manfred Nahrstedt bei der Begrüßung allen Anwesenden. „Viele Menschen zeigen gern, was sie alles getan haben“, so Nahrstedt mit Blick auf die Selbstdarsteller in den neuen Medien. „Aber Sie tun das nicht.“ Das sei der Grund für diesen besonderen Tag: Um die zu ehren, die sich sonst bescheiden im Hintergrund halten. „Ohne Sie würden viele Dinge von der Schule über die Feuerwehr und den Sport bis hin zur Wohlfahrt heute nicht mehr funktionieren.“

Jeden einzelnen rief der Landrat nach vorn und umriss kurz die besondere Leistung der Geehrten. Insgesamt waren es 56 Menschen im Alter zwischen 15 und 84 Jahren, die sich über Kinogutscheine, Bildbände und Lüneburger Honig freuen durften. Verdient hätten es sicher noch viel mehr, aber jeder Verein oder Verband durfte nur zwei Personen vorschlagen. Sie stehen stellvertretend für Tausende von Ehrenamtlichen im ganzen Landkreis.

So wie auch Emil Höltig und Heinz-Jürgen Raulf stellvertretend für all die SoVD-Mitglieder stehen, die sich seit Jahrzehnten für soziale Gerechtigkeit einsetzen und das Leben in den Dörfern mit vielen Veranstaltungen interessanter machen.

Emil Höltig ist seit über zehn Jahren Vorsitzender des SoVD-Ortsverbandes Hohnstorf-Echem und war bis Mitte des Jahres Beisitzer im Kreisvorstand. „Sie waren stets ein verlässlicher Ansprechpartner für ihre Mitglieder“, betonte Nahrstedt. Sein Kollege Heinz-Jürgen Raulf ist seit 2013 Vorsitzender des Ortsverbandes Neetze und hat in dieser kurzen Zeit so viel bewegt, dass die Mitgliederzahl des Ortsverbandes dramatisch angestiegen ist. „Auch Sie haben stets ein offenen Ohr für ihre Mitglieder“, dankte ihm Nahrstedt.


Ich werde behindert!

Die große rote Hand war schon vom Weitem zu sehen: Unverkennbar hielt sie die weiße Kugel mit dem SoVD-Logo zwischen Daumen und Zeigerfinder. Schon bald sammelten sich Dutzende von Neugierigen im Zelt neben der Hand um zu sehen, was denn hier los ist. „Ich bin nicht behindert – ich werde behindert“ war das Motto des Aktionstages auf dem Adendorfer Rathausplatz, zu dem der SoVD Kreisverband Lüneburg-Lüchow eingeladen hatte.

Die landesweite Kampagne soll den Druck auf die Politik erhöhen, in Sache Teilhabe und Barrierefreiheit endlich mehr zu unternehmen, denn: In Niedersachsen gibt es in diesem Bereich noch sehr viel zu tun“, sagt Kreisvorsitzende Elfi Rosin.

Zeitgleich zu der Unterstützerkampagne lief im Rathaus der Film „all inclusive“, eine locker-leichte Geschichte über und zum Teil auch mit Behinderten. Mit vor Ort war auch Regisseur Eike Besuden mit einem Team von Darstellern, die sich den Fragen der Zuschauer stellten. Unter den Besuchern war auch eine Gruppe der Lebenshilfe, die den Film mit wahrer Begeisterung verfolgte. „Endlich einmal ein Film über uns“, strahlte eine Besucherin.

Mehr als 100 Zuschauer verfolgten die erste Aufführung, der Sitzungssaal im Rathaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. „Wie geht es denn weiter?“ fragte ein Zuschauer, denn der Film endet offen. „Das wissen wir noch nicht“, gab Besuden freimütig zu. „Das Fernsehen will den Film nicht haben und für die Fortsetzungen fehlt es uns derzeit an Geld.“ Klar ist nur, dass am 27. September eine Dokumentation über den Werdegang des Films seine Kino-Premiere hat. „Damit werden wir auf Tournee gehen und hoffen, weitere Unterstützer zu gewinnen.“

Während im Sitzungssaal das Kino lief, ließen sich unten auf dem Rathausplatz etliche Menschen für die Unterstützerkampagne fotografieren. Die Bilder wurden live ins Internet gesendet und über einen großen Bildschirm konnten sich die Menschen über die Kampagne und deren Hintergrund und Unterstützer informieren.

Einer der ersten, der sich ablichten ließ, war Adendorfs Bürgermeister Thomas Maack, der auch die Schirmherrschaft für den Aktionstag übernommen hatte. „Das ist eine gute Sache“, erklärte er. Der SoVD hatte das Rathaus erst kürzlich auf Barrierefreiheit unter die Lupe genommen und Maack hat die Kritikpunkte sehr ernst genommen und schon etliche Mängel behoben.

 

Mehr Infos über den Film finden Sie hier.

Mehr Infos über die Kampagne finden Sie hier.


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